• Veranstaltung zum Thema: "GEH STERBEN, DU OPFER! WER WIE WAS – Hate Speech"
  • Termin/Ort: 9. November 2017, 17:00 Uhr, in der SLM, Ferdinand-Lassalle-Straße 21
  • Veranstalter: Universität Leipzig, Büro des Gleichstellungsbeauftragten und Sächsische Landesmedienanstalt

Hate Speech bzw. Hassrede infiltriert seit einiger Zeit die sozialen Netzwerke, Foren und Kommentarspalten. Hate Speech beschreibt abwertende, menschenverachtende und volksverhetzende Sprache und Inhalte, durch die die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten werden. Die Hassrede greift reale Macht- und Diskriminierungsstrukturen auf. Hinzu kommt ein Enthemmungseffekt im Internet. Damit ist Hate Speech zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem geworden. Der Gleichstellungsbeauftragte der Universität Leipzig und die Sächsische Landesmedienanstalt richten mit einem dreiteiligen Veranstaltungsformat den Fokus auf Ursachen bzw. Folgen von Hassreden im Netz und Möglichkeiten eines diskriminierungsfreien Miteinanders.

Die Abschlussveranstaltung am 9. November 2017 fand im Rahmen der Reihe "SLM im Gespräch" in der Sächsischen Landesmedienanstalt in Leipzig statt und widmete sich dem Schwerpunkt der Medienkompetenz. Fragen rund um die Sensibilisierung und Aufklärung von Kindern und Jugendlichen in Zeiten der Digitalisierung waren hierbei zentral und wurden mit Expertinnen und Experten aus der Kinder- und Jugendarbeit, u.a. mit Prof. Dr. Sonja Ganguin, Lehrstuhl für Medienkompetenz- und Aneignungsforschung am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Uni Leipzig, diskutiert.

Vorgestellt wurden darüber hinaus die von der Sächsischen Landesmedienanstalt geförderten Medienkompetenzprojekte "GIF me 5…" (realisiert von KF Education UG, Leipzig), und "SPRACHE.MACHT.BILDUNG" (umgesetzt von mediaLEpraxis e.V., Leipzig). Sie sind hervorragende Beispiele für eine effektive und nachhaltige Aufklärung von Kindern und Jugendlichen beim Thema Hate Speech und sie zeigen, wie junge Menschen motiviert werden können, gegen alle Formen der Diskriminierung und Ausgrenzung im Netz aktiv zu werden. Die Veranstaltung wurde von Eva Brackelmann moderiert, sie ist Mitglied des Medienrates der SLM.

Die Veranstaltungsreihe startete am 12. Oktober 2017 mit dem Schwerpunkt: "Status Quo der Hate Speech – Wo stehen wir?". Dabei ging es um die Fragestellungen: Was ist Hassrede überhaupt und wie ist es um die rechtliche Handhabe bestellt? Wer ist von Hass betroffen und wie kann dagegen vorgegangen werden? Die zweite Veranstaltung fand am 26. Oktober 2017 statt. Die Gesprächsrunde befasste sich mit Strategien im Umgang mit Hate Speech – vor allem im Redaktionsalltag und die damit verbundenen Herausforderungen an journalistisches Handeln.