Sächsischer Leistungspreis Lokal-TV

Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien lobt seit 2010 den "Sächsischen Leistungspreis Lokal-TV " aus. Mit dem Leistungspreis möchte die SLM die privaten Fernsehmacher motivieren, Ereignisse im Verbreitungsgebiet so im Programm zu präsentieren, dass sich ihre journalistische und technische Umsetzung qualitativ deutlich aus der alltäglichen Berichterstattung heraushebt. Bei diesem Preis sollen innovative Programminhalte aus den Redaktionen gewürdigt, Mut und Risikobereitschaft der Fernsehproduzenten belohnt und neue Wege bei der Programmgestaltung befördert werden. Der Preis will vor allem bewirken, dass die Vielfalt der Formate in den sächsischen privaten regionalen und lokalen Fernsehprogrammen nicht nur erhalten bleibt, sondern kontinuierlich erhöht wird.

Auslobung des Sächsischen Leistungspreises Lokal-TV 2021 - SLL-TV:
An der Bewerbung um den Preis können sich die von der SLM lizenzierten sächsischen
kommerziellen Veranstalter von lokalem und regionalem Fernsehen beteiligen.
Die Teilnehmer am Wettbewerb haben die Möglichkeit pro Jahresdrittel in jeder der vier
Kategorien einen Beitrag einreichen. Die Ausschreibung für 2021 wird derzeit vorbereitet.

2. Jahresstaffel 2020: Preisträger, Gewinnerbeiträge, Jurybegründungen

Die Preisträger und Gewinnerbeiträge

  • Kategorie “Beste Berichterstattung/Beste Informationssendung“

    gewinnt der Beitrag: "Stippvisite im Problemviertel Torgau Nordwest"
    eingereicht von: Torgau-TV Regionalfernsehen, Torgau
    produziert von: René Wegler

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Die Bürgermeisterin lädt zum Rundgang in den Stadtteil - gemeinsam mit dem Polizeipräsidenten, dem Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Parteien. Auch die Wohnungsbaugesellschaften sind da. Und die Bürger haben Gelegenheit, ihren Ärger und ihre Meinung direkt loswerden zu können. Das lokale Fernsehen ist mittendrin. Die vorgebrachten Probleme und Ärgernisse bemüht sich die Bürgermeisterin nach Kräften, aufzunehmen und entsprechend zu adressieren. Dabei bleibt sie nahbar und authentisch und beeindruckt mit ihrer ruhigen, aber bestimmten Art. Sicher gibt es für die Bürgermeisterin angenehmere Termine, aber der Beitrag macht deutlich, dass solche Diskussionen wichtig sind und viel zu einem guten Miteinander beitragen können. Und für diejenigen, die nicht dabei sein können ist es ein großer Mehrwert, dass man über das lokale Fernsehen das Geschehen verfolgen kann. Die Jury konstatiert: Sehr gut."

  • Kategorie „Politisches Geschehen im Lokalen"

    gewinnt der Beitrag: "Jugendforum Naunhof geht an den Start"
    eingereicht von: Muldental TV GmbH, Grimma
    produziert von: Jana Gerundt

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Demokratie als "learning by doing": Das Jugendforum in Naunhof nimmt seine Arbeit auf. Über diese sehr wichtige Initiative, welche ein Musterbeispiel an Teilhabe und politischer Bildung ist, wird gut und treffend berichtet. Mehrere Beteiligte kommen zu Wort und legen dar, wie es dazu gekommen ist. Der Bericht bündelt alles Wissenswerte und regt hoffentlich viele Jugendliche dazu an, mitzumachen, Ideen einzubringen und ihre Kommune voranzubringen."

  • Kategorie „Beste Nachrichtensendung“

    gewinnt der Beitrag: "erzTV KOMPAKT – Nachrichtenmagazin"
    eingereicht von: KabelJournal GmbH, Grünhain-Beierfeld
    produziert von: Sven Schimmel

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Eine Nachrichtensendung der Oberklasse: Seriös, professionell in der Aufmachung, mit einer guten Mischung der Themen und Ereignisse aus der Region. Hier fehlt es an nichts, hervorragend."

  • Kategorie „Sonderpreis“

    gewinnt der Beitrag: "Klimawandel in Sachsen"
    eingereicht von: Fernsehen in Dresden GmbH, Dresden
    produziert von: Max Giese

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Der Klimawandel bereitet auch in Sachsen schon jetzt viele Probleme. Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre sind dabei das Offensichtliche - aber viele Auswirkungen zeigen sich nicht jedem so deutlich. Umso wichtiger sind Beiträge, wie dieser: objektiv und ausgewogen klärt er auf, unterstützt durch viele fachliche Stimmen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Dabei hat er - neben vielen besorgniserregenden Botschaften - auch einen positiven Aspekt zu berichten: Der bekannte sächsische Wein hat es sehr wahrscheinlich zukünftig besser. Absolut lobenswert, so die Jury."

1. Jahresstaffel 2020: Preisträger, Gewinnerbeiträge, Jurybegründungen

Die Preisträger und Gewinnerbeiträge

  • Kategorie “Beste Berichterstattung/Beste Informationssendung“

    gewinnt der Beitrag: "FRM-Wahlsondersendung"
    eingereicht von: FRM-TV-Produktion, Dippoldiswalde
    produziert von: Matthias Wagner

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Mit sehr großem Aufwand und einer umfangreichen Recherche ist hier ein bemerkenswerter Beitrag entstanden. Alle Kandidaten der Kommunalwahl kommen zu Wort bzw. werden umfangreich befragt, und alles findet live statt. Dazu werden parallel die Ergebnisse der Europawahl und der Bürgermeisterwahl in Freital mitgeteilt, somit wird das Wahlgeschehen umfassend und sehr faktenreich begleitet."

  • Kategorie „Ereignispreis"

    gewinnt der Beitrag: "Doppelt genäht hält besser? Will die Stadt Meißen ein Grundstück doppelt kaufen?"eingereicht von: Interessengemeinschaft tv Meissen e.V.
    produziert von: Matthias Heigl

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Mit gewohnt kritischem Blick und fundierten Informationen berichtet tvM Meissen Fernsehen über einen Beschluss in der Stadtratssitzung. Die Stadtverwaltung larviert, scheint unvorbereitet und kann die notwendigen Informationen erst mit zeitlichem Verzug liefern. tvM Meissen Fernsehen ist direkt dabei und kann das Thema gut darstellen. Ein guter Beitrag, der mit originellen Bildeinstellungen und einer genauen Recherche punktet."

  • Kategorie „Politisches Geschehen“ im Lokalen mit dem Thema „Wahlgeschehen“

    gewinnt der Beitrag: "Neubaustrecke Dresden-Prag 'Raumordnungsverfahren'
    eingereicht von: PTV Fernseh- und Multimediagesellschaft mbH, Pirna
    produziert von: Sascha Schwarte

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Ein Thema, was die Region bewegt und beschäftigt: eine neue Bahnstrecke soll gebaut werden - so optimal wie möglich. Dieser Beitrag beleuchtet die unterschiedlichen Positionen, lässt Vertreter aller Seiten zu Wort kommen und transportiert unaufgeregt und von einer neutralen Position heraus alle relevanten Informationen. Sehr gut gemacht."

  • Kategorie „Sonderpreis“ mit dem Schwerpunkt „30 Jahre Mauerfall“

    gewinnt der Beitrag: "Einzigartiger Flügel nach Hamburg verschickt"
    eingereicht von: Coswiger Infokanal K3 GbR, Coswig
    produziert von: Silvio Günzel und Henri Schreiber

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Das sieht man nicht alle Tage: ein wertvolles und geschichtsträchtiges Instrument geht auf große Reisen. Das bleibt nicht unbemerkt - mit einem gelungenen Bericht, angereichert mit vielen geschichtlichen und gesellschaftlichen Details, wird über dieses nicht alltägliche Geschehen in Radebeul berichtet."

3. Jahresstaffel 2019: Preisträger, Gewinnerbeiträge, Jurybegründungen

3. Jahresstaffel 2019

Die Preisträger und Gewinnerbeiträge
Video zum Leistungspreis III 2019

  • Kategorie “Beste Berichterstattung/Beste Informationssendung“

    gewinnt der Beitrag: Musik ohne Grenzen - das Traumkonzert
    eingereicht von: F.i.S. - Fernsehen in Sachsen GmbH, Chemnitz
    produziert von: Christoph Antal, Sascha Deß und Fabienne á Wengen

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Ein Beitrag, der jeden berührt - das Traumkonzert in Chemnitz. Hier musizieren Menschen mit und ohne Handicap, professionelle mit Laienmusikern zusammen und zeigen uns gelebte Inklusion. Der ermutigende Beitrag bringt ohne Umschweife und in gebotenem Umfang das Thema auf den Punkt. Interviews mit der Organisatorin und einiger politischer Prominenz zusammen mit adäquaten Bildern ergeben einen guten Beitrag, welcher die Stimmung und die Besonderheit dieses Events einfangen kann."

  • Kategorie „Beste Nachrichtensendung

    gewinnt der Beitrag: Verwaltung täuscht das Vorhandensein eines Parkscheinautomaten vor - Stadtrat befürchtet Handlungsunfähigkeit
    eingereicht von: Interessengemeinschaft tv Meissen e.V.,
    produziert von: Matthias Heigl

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Pointiert und ausgewogen, kritisch und unbequem - so berichtet tv Meissen über einen nicht vorhandenen Parkscheinautomaten und das Lavieren der Meißener Stadtverwaltung zu diesem Thema. Im Beitrag kommen Stadträte zu Wort, es gibt Eindrücke vom Schauplatz und gute Erklärungen und Kommentare. Ein wunderbares Beispiel dafür, dass man auch Themen, die zwar die Bürger bewegen, allerdings nur mäßig spannend sind, originell und unterhaltsam aufbereiten kann, ohne dass der Informationsgehalt zu kurz kommt."

  • Kategorie „Politisches Geschehen im Lokalen mit dem Thema Wahlgeschehen

    gewinnt der Beitrag: Landtagswahl Kandidatencheck
    eingereicht von: PTV Fernseh- und Multimediagesellschaft mbH, Pirna
    produziert von: Sascha Schwarte

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Sehr aufwändig hat PTV die Kandidaten und ihre Programme für den Landtag unter die Lupe genommen - und das Ganze für die Zuschauerschaft nutzbringend aufbereitet. Zu allen Themen, die derzeit und zukünftig in Pirna relevant sind, werden die Kandidaten gleichberechtigt befragt und somit dem Zuschauer die Chance auf einen direkten Vergleich gegeben. In diesem Beitrag steckt ein großer Mehrwert für die Wähler der Region Pirna, die sich mit diesem Beitrag bestens informieren und die Programme der jeweiligen Kandidaten sehr komfortabel vergleichen können."

  • Kategorie „Sonderpreis mit dem Schwerpunkt 30 Jahre Mauerfall

    gewinnt der Beitrag: Bautzen II
    eingereicht von: Kabel-TV Marketing GmbH, Brand-Erbisdorf
    produziert von: Stephan Börner

    Preisgeld: 5.000 Euro

    Begründung der Jury
    "Bedrückend, erklärend, bewegend: Die mittelalterliche Stadt Bautzen wird häufig sofort mit dem sogenannten "Gelben Elend", einem aus gelben Backsteinen gebauten Gefängnis, assoziiert. Dabei befand sich die nicht minder verrufene Haftanstalt Bautzen II mitten in der Stadt, welche vorrangig - und weitgehend unbemerkt von der Bevölkerung - von der Staatssicherheit genutzt wurde. Hier hat sich Dramatisches abgespielt, wie inzwischen bekannt ist. Gut eingebettet in den historischen Kontext und ergänzt durch viele Dokumente und Zeitzeugeninterviews, ist dazu ein spannender, wichtiger und guter Beitrag entstanden, der über dieses Gefängnis und damit über ein sehr unschönes Kapitel in Bautzen berichtet. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall hat er noch nichts von seiner Aktualität eingebüßt und ist keinesfalls nur von regionalem Interesse."