Mit ihren jährlich erscheinenden Publikationen, wie dem Jahrbuch, der Studie zur wirtschaftlichen Lage des Rundfunks oder dem Digitalisierungsbericht informieren die Medienanstalten über ihre vielfältigen Aufgaben und Projekte.

In der Schriftenreihe der Landesmedienanstalten werden u. a. Gutachten und Forschungsberichte zu unterschiedlichen Medienthemen veröffentlicht, an denen die Arbeitsgemeinschaft oder mehrere Landesmedienanstalten gemeinsam beteiligt waren. Einen vollständigen Überblick erhalten Sie unter www.die-medienanstalten.de

Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten 2015/2016

Medienkompetenz 2015/2016

Der kompetente Umgang mit Medien ist eine Kulturtechnik, die mittlerweile so wichtig ist, wie Lesen und Schreiben. Seit 20 Jahren gelingt es den Landesmedienanstalten, richtungsweisende Projekte zur Förderung der Medienkompetenz zu initiieren. Wie weitreichend Medienkompetenzförderung sein muss, spiegelt sich in den vielfältigen Gemeinschafts- und Einzel-Projekten der Landesmedienanstalten wider. Die unterschiedlichen Facetten der medienpädagogischen Arbeit sind in dieser Publikation zusammenfassend dargestellt. Die Landesmedienanstalten agieren dabei in allen Bildungsbereichen: Kinder und Jugendliche lernen, ihren Medienumgang kritisch zu reflektieren, professionell Erziehende, Lehrkräfte, aber auch Medienschaffende können vielfältige Fortbildungsangebote nutzen, Eltern und Großeltern werden kompetent in Fragen der Medienerziehung beraten.

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Jahrbuch 2017

Jahrbuch 2017

Gestaltung: Rosendahl Berlin

Das Jahr 2017 war geprägt von Themen moderner Regulierung, deren gesetzliche Grundlagen dringend novelliert werden müssen, z. B. durch eine „qualifizierte Anzeigepflicht“ für Streaming-Angebote. Das Jahrbuch 2017 dokumentiert die Tätigkeiten und Positionen der Medienanstalten zu diesen Themen und auch zu den Prinzipien, die bei aller Modernisierung auch zukünftig nicht verhandelbar sein werden: der Schutz der Menschenwürde und des Jugendschutzes, die Vielfaltssicherung und der Nutzerschutz. Im Sinne aller Nutzer setzen sich die Medienanstalten beispielsweise auch weiterhin für die Barrierefreiheit im Rundfunk ein. Wie das jüngste Monitoring zeigt, sind die Bemühungen erfolgreich. Die beiden reichweitenstärksten privaten Sendergruppen haben ihr Engagement kontinuierlich ausgebaut.

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Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2016/2017

Im Jahr 2016 erwirtschafteten die privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen in Deutschland insgesamt 20,4 Mrd. Euro – das sind 635 Mio. Euro mehr als noch 2015. Wachstumstreiber waren vor allem die bundesweiten Free- und Pay-TV-Anbieter mit einem Ertragsplus gegenüber 2015 von 410 Mio. Euro sowie die Teleshopping-Anbieter mit Mehreinnahmen von 78 Mio. Euro. Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk konnte seine Erträge 2016 um knapp 130 Mio. Euro steigern.

Die Datenerhebung zur Studie Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2016/17 wurde Mitte 2017 durchgeführt. Dabei wurden sämtliche deutsche private Fernseh- und Hörfunkanbieter nach ihren wirtschaftlichen Kennzahlen befragt. Bei der aktuellen Studie handelt es sich, ebenso wie in allen Vorgängerstudien, um eine Vollerhebung – d.h. alle Rundfunkunternehmen in Deutschland wurden befragt und bei der Auswertung mit einbezogen.

Die Studie "Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2016/2017" wurde im Auftrag der Landesmedienanstalten Baden-Württemberg (LFK), Bayern (BLM), Berlin und Brandenburg (mabb), Hessen (LPR Hessen), Niedersachsen (NLM), Rheinland-Pfalz (LMK), Sachsen (SLM) und Thüringen (TLM) von Goldmedia durchgeführt. Die Studie 2016/2017 ist die zwölfte ihrer Art und basiert auf einer Primärdatenerhebung aller privaten Rundfunkanbieter in Deutschland, die über eine Genehmigung einer Landesmedienanstalt verfügen sowie einer Sekundäranalyse der Daten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Erweitert wird der Berichtsumfang in der aktuellen Studie auf Online-Video- und Audioangebote sowie um eine Sonderauswertung des DAB+-Hörfunks. Die Erhebung wurde von Juni bis September 2017 durchgeführt.
Im Zentrum der Untersuchung stehen ein Vergleich der Struktur und Entwicklung der Finanzierungsgrundlagen des privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Außerdem liefert die Untersuchung Daten zur Beschäftigung sowie zur Anzahl und Struktur der Arbeitsplätze in der Rundfunkwirtschaft.

Weitere Informationen und Studienergebnisse zum Download finden Sie hier.

Digitalisierungsbericht 2017: "Aufgedrängte Bereicherung: Braucht Vielfalt Privilegierung?"

Digitalisierungsbericht 2017

Die Forschungsergebnisse des diesjährigen Digitalisierungsberichts der Medienanstalten zeigen u. a., dass die Digitalisierung im Kabel einen hohen Satz in Richtung der 90-Prozent-Marke gemacht hat. Gleichzeitig ist der Anteil der Haushalte, der die Fernsehprogramme noch analog empfängt, stetig gesunken.

Seit das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD Ende März gestartet ist, befindet sich die Terrestrik im Umbruch, was sich in den diesjährigen Zahlen widerspiegelt: Der Anteil der terrestrischen Fernsehhaushalte insgesamt sinkt im Vergleich zum Vorjahr.

Das größte Plus kann der Anteil der Haushalte verzeichnen, der Programme in HD-Qualität empfängt, stellt Dr. Kristian Kunow in seinem Beitrag zu Daten & Fakten der Digitalisierung in Deutschland fest. Im europäischen Vergleich beleuchten Laurence Cribier und Richard Topham die Mediennutzung und entdecken positive Trends zu UltraHD und OTT.

Auch beim Radioempfang gewinnen digitale Technologien weiter an Bedeutung. Die Verbreitung von DAB+-Empfangsgeräten ist in allen Bundesländern erneut gestiegen. In der Summe hat sich DAB+ bereits zum zweitbeliebtesten Radioempfangsweg nach UKW entwickelt. An DAB+ führt kein Weg mehr vorbei, schlussfolgert daher Adrian Gerlitsch in seinem Beitrag zur Digitalisierung des Hörfunks. Nach 6 Jahren DAB+ zieht auch Rainer Poelmann ein positives Zwischenfazit und erläutert, welche Chancen sich der Radiolandschaft bieten. Die Ergebnisse der DAB+-Reichweitenstudie werden in einem Beileger zu diesem Bericht präsentiert.

Die Rundfunkreferenten der Länder diskutieren derzeit mit der Branche über Anpassungen des Rundfunkstaatsvertrags. Mit welchen medienrechtlichen Fragen die Beteiligten im Zusammenhang mit der privilegierten Auffindbarkeit befasst sind, erläutert Dr. Matthias Försterling in seinem Beitrag. Ein Kompromiss scheint in einigen Punkten schwer, eine politische Entscheidung ist gefragt.

 

  • Beilage zum Digitalisierungsbericht: Ergebnisse DAB+-Reichweitenstudie 2017 und Perspektive Media Analyse
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Content-Bericht 2016 - Forschung, Fakten, Trends

Content-Bericht 2016 - Forschung, Fakten, Trends

Wie berichten Medien heutzutage über Medien? Diesem Thema widmet sich der Content-Bericht 2016. Denn die Zeiten haben sich geändert: Erfahrene Medienmacher sehen sich neuen Playern und Gatekeepern einer digital vernetzten Medienwelt gegenüber. Journalistische Spielregeln und etablierte Machtverhältnisse stehen plötzlich zur Debatte. Wie ist es in einer Zeit, in der Fake News in aller Munde sind, um die Glaubwürdigkeit von Medien bestellt? Wer stößt Debatten an und setzt Themen – und wie und von wem werden sie aufgegriffen? In welcher Weise ist die Verantwortung des Journalismus und des einzelnen Mediennutzers, aber auch der Gesellschaft insgesamt, im digitalen Zeitalter neu zu denken?

Zu Fragen wie diesen äußern Journalisten und Medienwissenschaftler im Kapitel „Diskurs“ anregende Standpunkte und spannende Thesen. Auch die Programmanalyse der acht reichweitenstärksten Fernsehvollprogramme, deren zentrale Befunde vorgestellt werden, beschäftigt sich u. a. mit der Frage, wie Medien über Medien berichten: Die Causa Böhmermann steht hier im Mittelpunkt.

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