Mit ihren jährlich erscheinenden Publikationen, wie dem Jahrbuch, der Studie zur wirtschaftlichen Lage des Rundfunks oder dem Digitalisierungsbericht informieren die Medienanstalten über ihre vielfältigen Aufgaben und Projekte.

In der Schriftenreihe der Landesmedienanstalten werden u. a. Gutachten und Forschungsberichte zu unterschiedlichen Medienthemen veröffentlicht, an denen die Arbeitsgemeinschaft oder mehrere Landesmedienanstalten gemeinsam beteiligt waren. Einen vollständigen Überblick erhalten Sie unter www.die-medienanstalten.de

Digitalisierungsbericht Audio

Von Radio zu Audio: Von alter Infrastruktur zu neuen Möglichkeiten?

Aus dem traditionellen Digitalisierungsbericht der Medienanstalten wurde 2018 neben der Publikation Video noch eine zweite eigenständige Publikation hinzugefügt zum Thema Audio.

Dies ermöglicht es, aktuelle Trends und Entwicklungen im Hörfunk detaillierter zu betrachten und auf die Vielfalt der Audio-Angebote der heutigen Medienwelt aufmerksam zu machen. Denn ebenso wie beim Bewegtbild erfreuen sich nicht-lineare Angebote seit einigen Jahren steigender Beliebtheit, etwa Podcasts, Musikstreaming und Audiotheken. Das gilt auch für Sprachassistenten wie Amazon Alexa, die den Zugang zu Audio-Angeboten verändern. Insbesondere kleine Anbieter sind besorgt, wie sie künftig von ihren Hörern gefunden werden. Da gilt es im Sinne der Vielfaltssicherung neue Angebote im Blick zu behalten.

Aber nicht nur im Netz hat sich das Programmangebot in den vergangenen Jahren vervielfältigt. Für die lineare Verbreitung von Radioprogrammen bleibt UKW nach wie vor dominierender Übertragungsweg. Zum klassischen UKW-Radio sind allerdings auch ausschließlich über DAB+ verbreitete Angebote hinzugekommen.

Zahl der DAB+-Haushalte nimmt in allen Bundesländern zu /Sachsen ist im Bundesvergleich an zweiter Stelle

Der kontinuierliche Ausbau der DAB+-Infrastruktur und die Erweiterung des Programmangebotes machen das Digitalradio für eine wachsende Zahl an Hörern interessant und kurbeln den Vertrieb von DAB+-Geräten an. Digitalradio ist in allen Bundesländern auf dem Vormarsch. Dabei gibt es nach wie vor regionale Unterschiede bei der Haushaltsausstattung mit DAB+-Geräten. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl finden sich auch in 2018 die meisten Haushalte von DAB+-Geräten

in Bayern (22,3 Prozent),
knapp vor Sachsen (22,0 Prozent)
und gefolgt von Baden-Württemberg (18,7 Prozent).

Daten und Fakten zur Digitalisierung in Deutschland – Auszug aus dem aktuellen Digitalisierungsbericht 2018(PDF, 108 kB)

Auch im Bereich der IP-Übertragung nehmen die Haushalte mit entsprechenden Empfangsgeräten kontinuierlich zu. In jedem Fall ist die Zukunft des Hörfunks digital.

Längst sind außerdem die Zeiten vorbei, in denen neben dem UKW-Radio im Auto noch das Kassettendeck oder ein CD-Player die einzigen Auswahlmöglichkeiten für Audioinhalte waren. Die Möglichkeiten des Entertainments im Auto haben in den letzten Jahren deutlich an Funktionsvielfalt gewonnen.

Die Medienanstalten begleiten die Digitalisierung des Hörfunks nun schon seit 2013. Dabei dient der jährliche Digitalisierungsbericht als kontinuierliche und zuverlässige Informationsquelle für alle Beteiligten. In diesem Jahr wurden die Daten für den Radio- und Online-Audio-Bereich erstmalig gesondert erhoben. Neu ist daher die Präsentation einiger Ergebnisse des Online-Audio-Monitors. Dieser konzentriert sich auf die Audionutzung im Internet und gibt Auskunft über die Nutzung von Podcasts, Musikstreamingdiensten sowie Webradio-Angeboten.

Gestaltung: Rosendahl Berlin

Download Digitalisierungsbericht Audio 2018(PDF, 2,8 MB)

Digitalisierungsbericht Video

Digitalisierung vollendet: Wie linear bleibt das Fernsehen?

Das 14. Jahr des Digitalisierungsberichts der Medienanstalten bringt Veränderungen, nicht nur bei den Übertragungswegen von Rundfunk und in der Mediennutzung. Erstmalig erhalten die Themen Video und Audio jeweils einen eigenständigen Bericht, um den spannenden Entwicklungen ausreichend Raum zu geben.

Der letzte Schritt in die Welt des Digitalfernsehens ist so gut wie gemacht. Der Digitalisierungsbericht misst allerdings schon lange nicht mehr nur den Grad der Digitalisierung der Übertragungswege, sondern dokumentiert umfassend die neuesten Trends im linearen und nichtlinearen Bewegtbildmarkt.

Im vorliegenden Digitalisierungsbericht Video 2018 steht unter anderem das Ende des analogen Kabelsignals im Fokus. Die verbleibenden Haushalte, die Rundfunk noch analog empfangen, müssen sich bis zur Jahreswende auf den digitalen Empfang umstellen. Andere Fernsehhaushalte sind dort längst angekommen: Dieses Jahr zeigen die Forschungsergebnisse erneut, dass Streamingdienste bei den Zuschauern sehr beliebt sind. Besonders junge Erwachsene schalten inzwischen häufiger Video-on-Demand ein als klassisches Fernsehen.

In mehr als zwei Drittel der Haushalte stehen bereits ausschließlich HDTV-Geräte. Auch außerhalb Deutschlands verbreitet sich HD-Fernsehen in einem ordentlichen Tempo, wie der europäische Ländervergleich zeigt. Im Jahr 2018 haben viele Länder wieder größere Schritte in Richtung vollständige Digitalisierung unternommen.

Außerdem beschäftigt sich die Branche weiterhin mit der Frage, wie mit Intermediären umzugehen ist. Um die Medienvielfalt zu sichern ist aus Sicht der Regulierung besonders interessant, welche Rolle Suchmaschinen und soziale Netzwerke für die Mediennutzung spielen. Dabei ist nicht nur die Funktionsweise von Algorithmen entscheidend, sondern auch Fragen der Transparenz und der Informationsvermittlung müssen berücksichtigt werden. Handelt es sich eher um Informationsvermittler oder um Gatekeeper?

Gestaltung: Rosendahl Berlin

Download Digitalisierungsbericht Video 2018(PDF, 6,9 MB)

Content-Bericht 2018 - Forschung, Fakten, Trends

Content-Bericht 2018

Welchen gesellschaftlichen Beitrag leisten Medien? Wie ist es um den Public Value von öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehangeboten bestellt? Und anhand welcher Kriterien kann dieser öffentliche Wert ermittelt werden?

Der Content-Bericht 2018 nimmt das Thema Public Value in den Fokus.

Autorinnen und Autoren aus Forschung und Praxis fragen aus unterschiedlichen Perspektiven nach den Leistungen, die Medien für die Allgemeinheit erbringen. Sie machen deutlich, warum Public Value gerade für den privaten Rundfunk klarer definiert werden sollte, welche Rolle dabei die Reichweite von Medien spielt und was Public Value als Leitmotiv im Bereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausmacht.

Wesentlich, so eine zentrale Erkenntnis, ist letztlich das Zusammenspiel vom Wert eines Programms und der Öffentlichkeit, die es erreicht. Mit den Beiträgen aus der Fernsehprogrammforschung wird zudem die Langzeitperspektive auf 20 Jahre Fernsehen in Deutschland eröffnet.

Bildkonzept, Gestaltung und Satz: Rosendahl Berlin

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Jahrbuch 2017

Jahrbuch 2017

Gestaltung: Rosendahl Berlin

Das Jahr 2017 war geprägt von Themen moderner Regulierung, deren gesetzliche Grundlagen dringend novelliert werden müssen, z. B. durch eine „qualifizierte Anzeigepflicht“ für Streaming-Angebote. Das Jahrbuch 2017 dokumentiert die Tätigkeiten und Positionen der Medienanstalten zu diesen Themen und auch zu den Prinzipien, die bei aller Modernisierung auch zukünftig nicht verhandelbar sein werden: der Schutz der Menschenwürde und des Jugendschutzes, die Vielfaltssicherung und der Nutzerschutz. Im Sinne aller Nutzer setzen sich die Medienanstalten beispielsweise auch weiterhin für die Barrierefreiheit im Rundfunk ein. Wie das jüngste Monitoring zeigt, sind die Bemühungen erfolgreich. Die beiden reichweitenstärksten privaten Sendergruppen haben ihr Engagement kontinuierlich ausgebaut.

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Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten

Der Ton wird härter. Hass, Mobbing und Extremismus

Maßnahmen, Projekte und Forderungen
Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten

Phänomene wie Hass, Mobbing und Extremismus in den Medien haben an Relevanz gewonnen. Die Landesmedienanstalten beobachten hierbei Grenzverschiebungen, die problematisch sind. Die Medienaufsicht bewegt sich in einem permanenten Spannungsfeld zwischen Jugendschutz und Meinungsfreiheit. Beide Rechtsgüter haben Verfassungsrang und müssen in jedem Einzelfall sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Mit dem neuen Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht wollen die Landesmedienanstalten den Diskurs bereichern.

Der Bericht bietet eine Übersicht über die aktuellen Fragestellungen zum Thema Hass, Mobbing und Extremismus und stellt Maßnahmen zur Regulierung und Erkenntnisse der Landesmedienanstalten vor. Zusätzlich werden die Präventionsaspekte herausgearbeitet und die Maßnahmen und Initiativen vorgestellt, die die Landesmedienanstalten gemeinsam und in eigener Verantwortung vor Ort leisten, um eine aufgeklärte und kompetente Mediennutzung in jeder Hinsicht und für jeden Menschen zu erreichen.

die medienanstalten - ALM GbR (Hrsg.)
erschienen Februar 2019

Gestaltung und Layout: Rosendahl Berlin

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