Mit ihren jährlich erscheinenden Publikationen, wie dem Jahrbuch, der Studie zur wirtschaftlichen Lage des Rundfunks oder dem Digitalisierungsbericht informieren die Medienanstalten über ihre vielfältigen Aufgaben und Projekte.

In der Schriftenreihe der Landesmedienanstalten werden u. a. Gutachten und Forschungsberichte zu unterschiedlichen Medienthemen veröffentlicht, an denen die Arbeitsgemeinschaft oder mehrere Landesmedienanstalten gemeinsam beteiligt waren. Einen vollständigen Überblick erhalten Sie unter www.die-medienanstalten.de

Digitalisierungsbericht Audio 2020

Der Digitalisierungsbericht Audio der Medienanstalten, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal als eigenständige Publikation erscheint, stellt in der Kontinuität der vergangenen Jahre die Ergebnisse der im Auftrag der Medienanstalten durchgeführten bevölkerungsrepräsentativen Studie zur Audionutzung in Deutschland vor.

Die Ergebnisse der diesjährigen Befragungen zeigen deutlich: Die Digitalisierung des Hörfunks schreitet stetig voran. Zwei von drei Personen in Deutschland haben inzwischen Zugang zu einem digitalen Radioempfangsgerät oder hören Webradio. Die Haushaltsausstattung mit DAB+-Empfängern ist weiter auf fast ein Viertel der Haushalte in Deutschland gestiegen. Der digital-terrestrische Standard ist zudem zum meistgenutzten Hörfunkübertragungsweg in DAB+-Haushalten avanciert. Aber auch die IP- und Webradionutzung steigt weiter und treibt die Hörfunkübertragung immer weiter in Richtung digital. Ob Hörbücher und Hörspiele, Podcasts, Musikstreaming-Dienste oder Webradio – alle Online-Audioangebote haben seit dem letzten Jahr ihren gelegentlichen Nutzerkreis erheblich erweitert.

Zu einem Radioverbreitungsweg ist inzwischen auch der Smart Speaker geworden. Längst sind alle Radiosender auf diesen Geräten verfügbar. Doch werden sie von den Hörern auch gefunden? In einem Fachbeitrag wird die Auffindbarkeit von Hörfunksendern auf Smart Speakern thematisiert.

Insgesamt verzeichnen wir einen weiteren Zuwachs digitaler Endgeräte und deren Nutzung. Die Auffindbarkeit der Inhalte auf den Plattformen ist für große Anbieter kein Problem, regionale Programme finden jedoch oftmals kein Gehör. Die Sicherung der Angebotsvielfalt in der digitalen Welt und der chancengleiche Zugang zu digitalen Verbreitungsmedien bleibt daher eine wichtige Aufgabe der Medienanstalten.

Download Digitalisierungsbericht Audio 2020(PDF, 1,8 MB)

Digitalisierungsbericht Video 2020

Der sechzehnte Digitalisierungsbericht der Medienanstalten zeigt, dass der Bewegtbildmarkt in Deutschland und anderen europäischen Ländern auch nach der Volldigitalisierung im Umbruch bleibt. Zudem hat die Corona-Pandemie zu einer deutlich gestiegenen Fernseh- und Videonutzung geführt.

Ein Schwerpunkt des diesjährigen Berichts liegt auf dem nächsten potenziellen Umstiegsszenario – dem Switch hin zur reinen HDTV-Übertragung. Neben einem Überblick zur Einführung und Entwicklung von HDTV in Deutschland wird auch auf die aktuelle Debatte zur Abschaltung der HD-Übertragung über Satellit eingegangen.

Die aktuellen Befunde der bevölkerungsrepräsentativen Befragung verdeutlichen, dass Kabel und Satellit weiterhin die dominierenden Fernsehempfangswege bleiben. Die Terrestrik konnte ihre Position nach der Vollumstellung auf DVB-T2 HD stabilisieren, die IP-Übertragung legt im Trend weiter zu. Das gilt sowohl für „klassisches“ IPTV als auch für die Zahl der Cord-Cutter-TV-Haushalte.

Deutlich wird auch, dass Videos mittlerweile zwar auf einer Vielzahl von Devices genutzt werden, der Fernseher aber für den größten Teil der Bevölkerung das Herzstück der Videonutzung bleibt. Die Corona-Pandemie hat in vielen Haushalten zu einer Renaissance des klassischen TV-Konsums geführt. Die tägliche Nutzung des klassischen TV-Programms hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt und auch am Connected-TV konnte das klassische TV seinen Vorsprung vor der OTT-Nutzung wieder ausbauen. Selbstverständlich haben aber auch die Internetvideo-Anbieter vom großen Unterhaltungsbedürfnis während der Corona-Beschränkungen profitiert. Disney konnte sich mit seinem Markteintritt just zum Beginn des sogenannten „Lockdowns“ mit seinem Angebot Disney+ erfolgreich auf dem dritten Platz hinter Netflix und Amazon Prime positionieren.

Die Veränderungen und Umbrüche auf dem Bewegtbildmarkt sind aber kein nationales Phänomen. Ähnliche Entwicklungen wie in Deutschland lassen sich auch in vielen anderen Staaten beobachten. Davon zeugt auch der gemeinsame Beitrag der britischen und französischen Regulierungsbehörden Ofcom und CSA. Sie geben einen Überblick über den Status quo in ihren Ländern und zeigen unter anderem auch, wie sich die Corona-Pandemie auf die Fernseh- und Videonutzung in Großbritannien und Frankreich ausgewirkt hat.

Download Digitalisierungsbericht Video 2020(PDF, 2,1 MB)

Vielfaltsbericht der Medienanstalten 2020

Noch nie war Vielfaltssicherung so wichtig wie jetzt! Die Corona-Krise hat die Medienbranche in den letzten Monaten empfindlich getroffen und viele Anbieter vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Der Erhalt einer vielfältigen Medienlandschaft und damit auch die Sicherung der Meinungsfreiheit gehören zu den Kernaufgaben der Medienanstalten, die sich daher mit Nachdruck für stabilisierende Soforthilfemaßnahmen für die Veranstalter eingesetzt haben.

Der im dritten Jahr erscheinende Vielfaltsbericht enthält die aktuellen Ergebnisse der Mediengewichtungsstudie und des Medienvielfaltsmonitors der Medienanstalten. Beide Studien erfassen die Machtverhältnisse auf dem Meinungsmarkt gattungsübergreifend. Beleuchtet wird auch die zunehmende Bedeutung von Informationsintermediären wie YouTube, Google oder Facebook für die Meinungsbildung und die daraus erwachsende Notwendigkeit medienrechtlicher Regulierung in diesem Bereich. Der diesjährige Bericht geht auch auf die Corona-Krise ein, die die Medienbranche in den letzten Monaten empfindlich getroffen hat.

Weitere Beiträge befassen sich mit dem Phänomen des „pandemic populism“ und fragen nach dem Einfluss von Sozialen Medien und Falschinformationen auf die Meinungsbildung im internationalen Vergleich. Darüber hinaus wird verdeutlicht, wie Vielfaltssicherung durch Zugang und Auffindbarkeit auch ein medienpolitisches Thema auf europäischer Ebene ist.

Download Vielfaltsbericht der Medienanstalten(PDF, 1,6 MB)

Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten

Der Ton wird härter. Hass, Mobbing und Extremismus

Maßnahmen, Projekte und Forderungen
Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten

Phänomene wie Hass, Mobbing und Extremismus in den Medien haben an Relevanz gewonnen. Die Landesmedienanstalten beobachten hierbei Grenzverschiebungen, die problematisch sind. Die Medienaufsicht bewegt sich in einem permanenten Spannungsfeld zwischen Jugendschutz und Meinungsfreiheit. Beide Rechtsgüter haben Verfassungsrang und müssen in jedem Einzelfall sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Mit dem neuen Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht wollen die Landesmedienanstalten den Diskurs bereichern.

Der Bericht bietet eine Übersicht über die aktuellen Fragestellungen zum Thema Hass, Mobbing und Extremismus und stellt Maßnahmen zur Regulierung und Erkenntnisse der Landesmedienanstalten vor. Zusätzlich werden die Präventionsaspekte herausgearbeitet und die Maßnahmen und Initiativen vorgestellt, die die Landesmedienanstalten gemeinsam und in eigener Verantwortung vor Ort leisten, um eine aufgeklärte und kompetente Mediennutzung in jeder Hinsicht und für jeden Menschen zu erreichen.

die medienanstalten - ALM GbR (Hrsg.)
erschienen Februar 2019

Gestaltung und Layout: Rosendahl Berlin

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