Pilotprojekt DAB+

 

Ziel des Projektes

Die LFS Landesfunk Sachsen GmbH ist der dritte in Sachsen zugelassene landesweite Hörfunksender. Allerdings ist er als einziger über UKW-Übertragungskapazitäten nicht flächendeckend zu empfangen (§ 3 Abs. 3 Satz 1 SächsPRG). Durch die digital-terrestrische Verbreitung soll die flächendeckende Versorgung sichergestellt werden. Ob dieses Ziel erreicht wird und wie sich die Nutzerakzeptanz der neuen Darbietungsform darstellt, soll mit einem Pilotprojekt ermittelt werden.

Dabei wird insbesondere untersucht, ob terrestrische Versorgungslücken im UKW-Band durch DAB+-Kapazitäten in wirtschaftlich sinnvoller Weise geschlossen werden können und ob sich die DAB+-Nutzung insgesamt erhöht, wenn ein bekanntes Radioangebot erstmals in einem bislang nicht versorgten Gebiet verbreitet wird.

MDR und R.SA kooperieren bei der Verbreitung über DAB+

Der Mitteldeutsche Rundfunk stellt in seinem sächsischen Digitalradiomultiplex Übertragungskapazitäten für das private Hörfunkprogramm R.SA zur Verfügung.

Rainer Poelmann, Sprecher der Geschäftsführung REGIOCAST GmbH & Co.KG.:

"Wir freuen uns, dass wir im Rahmen des Pilotprojektes der Sächsischen Landesmedienanstalt die Chance bekommen, zu überprüfen, ob wir mit DAB+ die UKW-Versorgungslücken von R.SA in Sachsen schließen können. Dabei gilt unser besonderer Dank den Verantwortlichen des MDR, die uns Sendekapazitäten auf ihrem regionalen DAB+ Multiplex für dieses Projekt zur Verfügung stellen. Dies ist ein Novum und zeigt, dass hier ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Herausforderungen entsteht. Wir haben immer gesagt, dass es gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten braucht, um DAB+ zum Erfolg zu führen."

Die Sendernetzbetreiberin Media Broadcast GmbH unterstützt das Vorhaben und begleitet die Partner mit eigenen Ressourcen.

Die Digitalradioausstrahlung von R.SA startete im Februar 2016.