Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) folgt dem Prinzip der „Regulierten Selbstregulierung“ mit dem Ziel, die Eigenverantwortung der Rundfunk- und Internetanbieter zu stärken. Das heißt, potenziell problematische Inhalte sollen bereits vor ihrer Ausstrahlung bzw. Veröffentlichung einer entsprechenden, von der KJM anerkannten Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle zur Prüfung vorgelegt werden.

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) kümmert sich um die Altersfreigabeprüfung von Kinofilmen, sowie digitalen und analogen Videoformaten wie DVD, Blu-ray und VHS. Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) prüft das Programm der privaten Fernsehsender auf jugendgefährdende Inhalte und bestimmt die Verbreitung zu eingeschränkten Sendezeiten. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) kennzeichnet jedes Computer- oder Konsolenspiel in Deutschland mit einer Altersfreigabe.
Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) wurde geschaffen, um die Verbreitung rechtswidriger und jugendgefährdender Inhalte in Online-Diensten zu verhindern. Das europaweite PEGI-System (Pan European Game Information) vergibt Altersempfehlungen für Computerspiele und findet in 30 Ländern Anwendung.