Ergänzende kulturelle Filmförderung

Projekte sächsischer Filmemacher im Kurzspiel-, Dokumentar- und Animationsfilmbereich

Die finanziellen Mittel, die die SLM im Rahmen der ergänzenden kulturellen Filmförderung zur Verfügung stellt, unterstützen innovative und interessante Projekte im Kurzspiel-, Dokumentar- und Animationsfilm.

Ziel der Förderung ist es, vor allem junge Filmemacher aus dem Freistaat auf ihrem Weg zum professionell produzierten Film zu unterstützen und kulturelle Qualität bzw. Experimentelles zu fördern.

Die Auswahl der förderwürdigen Filmprojekte wird quartalsweise durch den Medienrat der SLM vorgenommen, der auf Empfehlungen einer Bewertungskommission zurückgreift.

Für die ergänzende kulturelle Filmförderung stehen im Haushalt der SLM rd. 100.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung basiert auf § 28 Sächsisches Privatrundfunkgesetz, wonach der SLM eine ergänzende kulturelle Filmförderung ermöglicht wird. Die Kriterien der Förderung sind in der SLM-Förderrichtlinie definiert.

Eine ergänzende Filmförderung erfolgt, wenn das Projekt erwarten lässt:

  • dass der Nachwuchs für die sächsische Medienlandschaft gefördert oder gesichert wird oder
  • dass qualitative Maßstäbe gesetzt werden oder
  • dass richtungsweisende Programme, Formate und neue Entwicklungen in der Mediengestaltung produziert oder initiiert werden.

Die ergänzende kulturelle Filmförderung wird für Filmproduktionen gewährt, die für die Verbreitung im Fernsehen geeignet sind.

Zuwendungsempfänger können private Film- und Fernsehproduktionsunternehmen insbesondere aus dem Mittelstand sein, deren Hauptsitz im Freistaat Sachsen liegt und deren Produktionen weit überwiegend mit im Freistaat Sachsen ansässigen Mitarbeitern realisiert werden.

Die Förderung kann mit der Auflage verbunden werden, dass der Zuwendungsempfänger in einem bestimmten Umfang die kostenlose Ausstrahlung der geförderten Produktion durch private sächsische TV-Veranstalter gestattet.

2015 erweiterte die SLM ihre Förderrichtlinie (§ 24 Abs. 6) im Rahmen der ergänzenden kulturellen Filmförderung, um die Zusammenarbeit von Filmproduzenten und privaten Fernsehveranstaltern zu erleichtern. Die SLM fördert mit dieser Neuregelung den Kooperationsanteil des TV-Veranstalters in Höhe von 15 Prozent der Gesamtkosten auch bei Antragstellung nach Projektbeginn. Damit wird der Erfahrungspraxis Rechnung getragen, dass die Veranstalter häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt von einer Kooperation überzeugt werden können.