Förderung nichtkommerzieller und universitärer Rundfunkveranstalter

Wichtiger Beitrag zur Meinungsvielfalt

► Übernahme der Sende- und Leitungskosten

Die Sende- und Leitungskosten der in Sachsen zugelassenen nichtkommerziellen Radioveranstalter (NKL) sowie der Anbieter von universitären Ausbildungsrundfunk trägt die SLM in vollem Umfang. In dieser Förderung enthalten sind auch die Erstattung der GEMA- und GVL-Gebühren für alle Anbieter.

Die Förderung der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) erhalten:

  • Radio Verein Leipzig e.V., Leipzig, (Radio blau),
  • Radio T e.V., Chemnitz, (Radio T),
  • Radio-Initiative Dresden e.V., Dresden, (coloRadio),
  • Universität Leipzig (Radio mephisto 97.6) und
  • AMAK AG – Akademie für multimediale Ausbildung und Kommunikation an der Hochschule Mittweida (99drei Radio Mittweida).

Förderrichtlinie für vielfalts- und partizipationsfördernde Projekte und Maßnahmen

Mit der Novellierung des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes – SächsPRG ist es der SLM erstmals möglich (§ 28 Abs. 1 Satz 2 Nr. 19 SächsPRG), nichtkommerzielle Rundfunkanbieter auch aus Mitteln des Rundfunkbeitrages zu fördern. Der Medienrat der SLM brachte im Frühjahr 2017 eine Förderrichtlinie auf den Weg, die es der SLM erlaubt, vielfalts- und partizipationsfördernde Projekte und Maßnahmen zugunsten einer Stärkung und Profilierung der nichtkommerziellen Rundfunklandschaft in Sachsen zu unterstützen.

Darin kommt zum Ausdruck, dass der SLM vor allem an einer zugangsoffenen bürgerschaftlichen Mitwirkung und einer auf Vielfalt und Wahrnehmung bedachten nichtkommerziellen Hörfunklandschaft in Sachsen gelegen ist. Hochschulbezogene Veranstaltungen sind ebenfalls Teil dieses Konzeptes.

Um dieses Anliegen zu beobachten und fachkundig zu begleiten, wurde ein NKL- Beirat ins Leben gerufen, der dem Medienrat empfehlend zur Seite steht und in seiner Zusammensetzung die Versammlung der SLM mit einbezieht.

Die bewilligten Zuwendungen werden von den nichtkommerziellen Veranstaltern vor allem genutzt, um die Sendetätigkeit, die ehrenamtlich erbracht wird, zu koordinieren und die vorhandene Technik und Sendeabwicklung zu modernisieren. Eine qualitative Evaluierung ergab, dass durch die Unterstützung stärker auf neue Nutzer eingegangen werden konnte und die interne Abstimmung über Strukturen und Formate positiv angeregt wurde.

► Zukünftig stärkere Berücksichtigung von Koordinierung und Bedarfen vor Ort

Die SLM überarbeitete im Jahre 2020 ihre bestehende Förderrichtlinie für den lokalen und regionalen nichtkommerziellen Rundfunk in Sachsen und gewährt seitdem den Antragstellern mehr Spielraum bei der Beantragung und Umsetzung von Fördergeldern.

Vor allem der geförderte Anteil an Mitteln, um das ehrenamtliche Wirken der Radiomacherinnen und -macher vor Ort gezielt zu koordinieren, kann nun mehr bis zu 90 Prozent betragen.

Gleichzeitig ist auf der Basis von Mindestfördersätzen sichergestellt, dass auch weiterhin gesonderte Formate und Redaktionen sowie Kursangebote und Qualifizierungen umgesetzt werden.

Auch können Mittel, die im laufenden Förderzeitraum für andere als die ursprünglich beantragten Zwecke benötigt werden - unter Einhaltung einer wirtschaftlichen und sparsamen Verwendung sowie konkreter Voraussetzungen - alternativ eingesetzt werden.

"Wir sind nach gründlicher Prüfung und in enger Abstimmung mit der Versammlung der SLM zu der Einschätzung gelangt, dass diese Mischung aus flexibler Handhabung und Steuerung das Anliegen, dass der nichtkommerzielle Rundfunk in Sachsen die hiesige Programm- und Meinungsvielfalt in vielfältiger und zugangsoffener Weise bereichert, praxisnah unterstützt".

Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz, Sachverständiger des Medienrates der SLM