Communal Media: Anliegen & Ziele des Pilotprojektes

Um eine digitale Grundbildung auf lokaler Ebene zu verankern, setzt Communal Media auf die Zusammenarbeit von Akteurinnen und Akteuren der Medien-, Familien-, Kinder- und Jugend- und Erwachsenenbildung, Politik und Verwaltung in lokalen Strukturen.

Ziel von Communal Media ist die Schaffung eines lokalen Netzwerkes mit dem Hauptanliegen der Förderung von Medienkompetenz in der jeweiligen Region. Die Netzwerkpartner sollen gemeinsam ein Medienkompetenzangebot entwickeln, umsetzen und idealerweise verstetigen.

Dafür initiiert und fördert die SLM sowohl den strukturellen Netzwerkaubau als auch die medienpädagogische Weiterbildung und Umsetzung des Angebotes.

Communal Media: Koordination

Um die strukturelle Netzwerkarbeit zu unterstützen und die Entwicklung eines Medienkompetenzangebotes inhaltlich zu begleiten, stellt die SLM den Pilotregionen im Rahmen von Communal Media zwei Koordinatoren an die Seite.

Communal Media: Umsetzung - 6 Schritte

Die Umsetzung des Projekte "Communal Media - lokale Vernetzung zur Förderung von Medienkompetenz" erfolgte in sechs Schritten wärend der Pilotphase von einem Jahr.

Communal Media: Standorte & Netzwerke

An den beiden Pilotstandorten Annaberg-Buchholz im Erzgebirgskreis und Kirchberg im Zwickauer Land wurde vom 01.09.2018 bis 31.08.2019 das Pilotprojekt Communal Media umgesetzt.

Dafür wurden lokale Netzwerke initiiert, die gemeinsam eine Idee für die Stärkung der Medienkompetenz in ihrer Region entwickelten und umsetzten. Es wurden bewusst zwei Standorte ausgesucht, die sehr unterschiedliche Ausgangsstrukturen haben.

Good Practice: Mediencafé Kirchberg

Projektträgerin des Pilotprojektes am Standort Kirchberg ist das Mehrgenerationenhaus Kirchberg, das Familienzentrum des Sprach-, Bildungs- und Beratungszentrums Zwickau e.V. Als Netzwerkpartner dabei sind die Stadt Kirchberg, die VHS Zwickau, und das FAB Crimmitschau mit seinen Jugendwohngruppen.

Das Besondere in Kirchberg ist, das durch Communal Media zum einen ein lokales Netzwerk enstanden ist, das über die Projektförderung hinaus weiter zusammenarbeiten möchte. Es erfolgte außerdem ein Wissentransfer hinsichtlich der Konzeption und Umsetzung medienpädagogischer Angebote für Jugendliche und Senioren, der es den Netzwerkpartnern ermöglicht die entwickelten Angebote zukünftg in ihren Strukturen weiterzuführen.

Das Projekt mit seiner Umsetzung als Mediencafés in Kirchberg wird in der 1. Ausgabe 2019 der Themen + Frequenzenvorgestellt.

 

Good Practice: MEDIA DAY in Annaberg

Projektträger des Pilotprojektes am Standort Annaberg-Buchholz ist der Jugend- und Kulturzentrum Alte Brauerei
Annaberg e.V. Das Netzwerk in Annaberg-Buchholz besteht aus acht Akteurinnen und Akteuren, die unterschiedlich stark an der Umsetzung des gemeinsamen Medienkompetenzangebotes mitwirkten. Zu den Partnern gehören der Kindertreff Stadtmitte, die Stadtbibliothek Annaberg, das Jugendzentrum Meisterhaus, das Familienzentrum Annaberg, der Kreisjugendring Erzgebirge, das Förderzentrum Annaberg, das Landratsamt Erzgebirgskreis und die Unger Kabel- und Konfektionstechnik GmbH & Co.KG.

In Annaberg waren die strukturellen Voraussetzung eines Netzwerkes gegeben und die Partner hatten bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit. Ziel des Netzwerkes war ein Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie die Bündelung der jeweiligen Medienkompetenzangebote zu einem größeren Projekt, bei dem sich alle Akteure mit ihren Kernangeboten vorstellen und so eine größere Öffentlichkeit für das Thema Medienkompetenz in der Region schaffen können. Zudem sollte ein gemeinsamer Technikpool angeschafft werden, über den zukünftig Medienprojekte realisiert werden können.

Abschluss der Pilotphase

Zm Abschluss des Projektjahres erhalten beide Standorte eine Auszeichnung als Communal Media-Pilotstandorte 2019. Die SLM wünscht beiden eine gelingende und weiterhin erfolgreiche Netzwerkarbeit!

Ob Communal Media in eine zweite Runde geht wird derzeit mit den beiden Koordinatoren sondiert und evaluiert. Vorstellbar wäre eine Begleitung der beiden Standorte im zweiten Projektjahr, um zu sehen ob sich die geschaffen Stukturen bereits selbst tragen bzw. bei Bedarf zu beraten.