Sitzung des Medienrates der SLM vom 22. Oktober 2018

- MEDIENINFORMATION -

Studie zur wirtschaftlichen Lage des Rundfunks in Deutschland

Sächsische Landesmedienanstalt beteiligt sich erneut am Forschungsprojekt und stellt 12.000 Euro für die Datenerhebung 2018/2019 zur Verfügung.

Der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) hat sich in seiner Sitzung am 22. Oktober 2018 dafür ausgesprochen, das seit 1996 existierende Gemeinschaftsprojekt der Medienanstalten zur "Wirtschaftlichen Lage des Rundfunks in Deutschland“ weiterhin finanziell zu unterstützen. An dem im zweijährigen Rhythmus realisierten Forschungsprojekt beteiligt sich die SLM für die Folgeerhebung 2018/2019 mit insgesamt 12.000 Euro.

Michael Sagurna, Präsident des Medienrates der SLM, sieht in der erneuten Beteiligung eine folgerichtige Entscheidung: "Lokal-TV in Sachsen verfügt mit aktuell 43 lizenzierten privaten Lokalfernsehveranstaltern über einen herausragenden Stellenwert. Die Programmanbieter leisten einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung und Identitätsstiftung ohne einen gesicherten finanziellen Rahmen. Für uns ist es daher wichtig, auf der Basis der Studienergebnisse herauszufinden, wie sich die wirtschaftliche Lage der Lokal-TV-Veranstalter mit dem von der SLM 2015 begonnenen Programm zur Förderung der Verbreitungskosten verbessern konnte."

Die etablierte Studie liefert ein umfassendes Gesamtbild der deutschen Rundfunkwirtschaft. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Struktur und Entwicklung der Finanzierungsgrundlagen des privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Untersuchungen eröffnen darüber hinaus einen Einblick in den Wandel der Geschäftsmodelle einer Branche inmitten des digitalen Transformationsprozesses. Darüber hinaus stellen eigene Länderkapitel die wirtschaftliche Lage des Rundfunks in den Zuständigkeiten der beteiligten Medienanstalten dar.

Sachsen weist in der Vorgängeruntersuchung (2016/2017) wiederholt eine der vielfältigsten Lokal-TV-Landschaften in Deutschland auf. Dabei lag das Beschäftigungsniveau (feste und sonstige Beschäftigte) beim privaten Fernsehen aufgrund der Betriebsausgaben mit rd. 230 im Jahre 2016 auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zum Jahre 2014 mit 294 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dagegen zeigte das Beschäftigniveau im privaten Hörfunk in eine andere Richtung: So stieg die Zahl der Beschäftigten zwischen 2014 bis 2016 kontinuierlich von 211 auf 242 an. Auch beim Kostendeckungsgrad gibt es Unterschiede zwischen den privaten lokalen und regionalen Hörfunk- und Fernsehanbietern. Die sächsischen Privatradios erreichten 2016 einen Kostendeckungsgrad von 111 Prozent – dagegen lagen die sächsischen Lokal-TV-Veranstalter mit 99 Prozent hauchdünn unter der Gewinnzone.

Die geplante Veröffentlichung ist die dreizehnte Untersuchung ihrer Art.