Sitzung des Medienrates der SLM vom 6. November 2017

MEDIENINFORMATION

Sitzung des Medienrates der SLM vom 6. November 2017

SLM fördert Filmproduzenten aus Sachsen mit rd. 28.000 Euro/ SLM unterstützt Koproduktion zwischen MiriquidiFilm, Leipzig, und den privaten Fernsehveranstalter KabelJournal GmbH, Beierfeld, in Höhe von rd. 6.000 Euro.

Der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) gab in seiner Sitzung am 6. November 2017 grünes Licht zur finanziellen Unterstützung von drei Projektanträgen sächsischer Filmproduzenten im Rahmen der ergänzenden kulturellen Filmförderung. Die SLM stellt insgesamt
rd. 28.000 Euro für folgende Produktionen zur Verfügung:

"Sealand" ist ein Kurzfilm, der 3D-animierte Charaktere inszeniert. Der Film erzählt von einem Deserteur, der bei seiner Flucht vor dem Krieg auf einem Vergnügungspark mitten im Meer stößt. Die Themen Krieg, Flucht und Voyeurismus stehen im Zentrum ‒ verbunden mit der Kritik am Umgang westlicher Gesellschaften mit den vielen, vermeintlich fernen Konflikten in dieser Welt. Das Team um Till Giermann entwickelte das Drehbuch und arbeitete bei der grafischen Umsetzung, der Visualisierung und der Entwicklung des Storyboards eng mit der Dresdner Illustratorin Henrike Terheyden zusammen.

Produktion: Greenhouse Produktion GmbH, Dresden, Geschäftsführer Carsten Krätzschmar

"lab/p – poetry in motion 3 - Identity" ist ein Projekt, das einen spannenden interdisziplinären Dialog zwischen Autoren und Filmemachern aus Deutschland und Ägypten zu dem aktuell besonders intensiv diskutierten Thema Identität ermöglicht.Es werden Drehbücher zu sechs Kurzfilmen entwickelt, die danach unmittelbar filmisch umgesetzt werden.Dabei wird jungen Künstlern und Studenten die Möglichkeit eröffnet ‒ unter Anleitung der renommierten Filmpraktiker Prof. Dr. Cathy de Haan und Islam Kamal ‒ Drehbücher zu entwickeln, die unmittelbar einem Praxistestunterzogen werden können.

Produktion: OSTPOL e.V., Leipzig, Vorstände Prof. Dr. Cathy de Haan, Vera Schmidt

"Hurra! Es ist ein Mädchen" ist ein Dokumentarfilm anlässlich des 875-jährigen Stadtjubiläums von Chemnitz im Jahr 2018. Geistige Ideengeber für den Film ist die in Chemnitz geborene Schriftstellerin Irmtraut Morgener. Im Zentrum stehen ausgewählte Frauen aus unterschiedlichen Bereichen und Epochen, die durch ihr Leben und Wirken für das öffentliche Leben der Stadt Chemnitz von Bedeutung waren. Eine Stadtschreiberin führt den Zuschauer an deren Wirkungsstätten und blättert die längst fällige weibliche Geschichte der Stadt auf.

Produktion: akCente e.V., Chemnitz, stv. Vorstandsvorsitzende Ilona Seifert

Die finanziellen Mittel, die die SLM im Rahmen der ergänzenden kulturellen Filmförderung zur Verfügung stellt, unterstützen innovative und vielversprechende Projekte im Kurzspiel-, Dokumentar- und Animationsfilm. Ziel der Förderung ist es vor allem, junge Filmemacher aus dem Freistaat auf ihrem Weg zum professionell produzierten Film zu unterstützen und kulturelle Qualität bzw. Experimentelles zu fördern. Die Auswahl der förderwürdigen Filmprojekte wird durch den Medienrat der SLM vorgenommen, der auf Empfehlungen einer Bewertungskommission zurückgreift.

Für die ergänzende kulturelle Filmförderung stehen im Haushalt der SLM im Jahr 2017 insgesamt rd. 140.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung basiert auf § 28 Sächsisches Privatrundfunkgesetz, wonach der SLM eine ergänzende kulturelle Filmförderung ermöglicht wird. Die Kriterien der Förderung sind in der SLM-Förderrichtlinie definiert.

Darüber hinaus unterstützt die Sächsische Landesmedienanstalt die Koproduktion zwischen den Leipziger Filmproduzenten Michael Geidel (MiriquidiFilm) und den privaten Lokal-TV-Veranstalter KabelJournal GmbH, Beierfeld, vertreten durch den Geschäftsführer Mike Bielagk, für das Kurzfilmprojekt "Miriquidor". Hierzu erhöhte der Medienrat die bereits erteilte Fördersumme für das Filmprojekt um weitere 6.100 Euro auf insgesamt 13.600 Euro. In Anwendung der SLM-Förderrichtlinie (§ 24 Absatz 6) ist es der SLM seit 2015 möglich, Koproduktionen zwischen sächsischen Filmproduzenten und in Sachsen lizenzierten privaten Fernsehveranstaltern zu fördern und dies auch bei einer erst nach Projektbeginn zustande gekommenen Zusammenarbeit und Antragstellung.

"Dieses weitere Kooperationsprojekt zeigt, dass es richtig war, die Regelungen der SLM-Förderrichtlinie flexibler und attraktiver auszugestalten, um eine Zusammenarbeit zwischen sächsischen Filmproduzenten und TV-Anbietern zu erleichtern. Damit kommt die SLM ihrem Ziel näher, dass die für die ergänzende kulturelle Filmförderung eingesetzten Mittel auch der Verbesserung des Programmangebotes der lokalen sächsischen Fernsehveranstalter dienen, indem diese die Möglichkeit erhalten, lokale und regionale Film- und Fernsehformate zu entwickeln und zu vermarkten", sagte Michael Sagurna, Präsident des Medienrates der SLM.