Rundfunkpreis Mitteldeutschland Bürgermedien verliehen

Im Rahmen einer festlichen Gala wurden am 8. September im Halleschen Volkspark die besten ehrenamtlichen Radio- und Fernsehmacher und -macherinnen Mitteldeutschlands ausgezeichnet. Insgesamt waren 134 Beiträge eingereicht worden. Davon kamen 25 Beiträge aus Sachsen, 66 aus Sachsen-Anhalt und 43 aus Thüringen.

Die Jury, bestehend aus Herrn Reinhard Müller, Mitglied der Versammlung der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM); Herrn Torsten Cott, freier Redakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR); Herrn Dr. phil. habil. Florian Mundhenke, Universität Leipzig; Herrn Gerd Köhler, Gremienmitglied der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) und Herrn Detlef Hecke, Mitglied der Versammlung der Medienanstalt Sachsen-Anhalt würdigte das hohe Engagement der zahlreichen Nutzerinnen und Nutzer Nichtkommerzieller Lokalradios, Offener Kanäle, Ausbildungs- und Erprobungskanäle, Bürgerradios und Medienbildungszentren, die selbstbewusst und kritisch die zahlreichen Möglichkeiten nutzen, die moderne Bürgermedien in Mitteldeutschland bieten.

Der Einladung der mitteldeutschen Landesmedienanstalten SLM (Sachsen), Medienanstalt Sachsen-Anhalt und TLM (Thüringen) folgten neben rund 280 ehrenamtlichen Radio- und Fernsehmachern eine Vielzahl von Vertretern aus Politik, Medien und Wissenschaft.

"Seit mehr als 20 Jahren ergänzen Bürgermedien die mitteldeutsche Medienlandschaft und leisten einen wertvollen Beitrag zur Medienvielfalt, zur Meinungsfreiheit und zur Vermittlung von praktischer Medienkompetenz“, erläuterte Martin Heine, Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt.

Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt, freute sich in seinem Grußwort über die Leistungen der vielen ehrenamtlichen Radio- und Fernsehmacher und ihr hohes bürgerschaftliches Engagement.

Die glücklichen Gewinner des mit je 1.500 Euro dotierten Preises für die besten Beiträge in der Kategorie "Erwachsene" im Hörfunk sind Lukas Holfeld von Radio Corax in Halle für seinen Beitrag „Forumstheater in der Jugendanstalt Raßnitz“ und im Fernsehen Thomas Richardt vom Offenen Kanal Wernigerode für seinen Beitrag „Another world is possible“.

Die ebenfalls mit je 1.500 Euro dotierten Preise für die besten Beiträge beim Nachwuchs bis 18 Jahre gingen im Hörfunk an die Klasse 9 der Oststadtschule Eisenach für ihren Beitrag „Von der Wartburg in die Welt“ und im Fernsehen an einen Film von Helena Winter und Natalie Hinze mit dem Titel „Lost Places in Görlitz“.


Über die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG gestifteten Sonderpreise (jeweils 500 Euro) zum Thema „Europa und die Region“ freuten sich Florence von der Weth aus Weimar für ihren Radiobeitrag „30 Jahre Lebenslaute“ und das Team um Viktoriia Bilash und Hovhannes Martirosyan aus Magdeburg für den Fernsehbeitrag „Eurocamp 2016 – Reformation 2.0“.
Länderpreise in Höhe von jeweils 500 Euro wurden an Produzentinnen und Produzenten vergeben, die in ihren Beiträgen eine eigene Sichtweise auf länderspezifische Themen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erkennen ließen. Sie gingen nach Gera, Halle, Leipzig, Merseburg und Weimar.

Mit der Verleihung des Bürgermedienpreises 2017 wurde die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit der mitteldeutschen Landesmedienanstalten fortgesetzt und weiter vertieft.

Einzelheiten zu den Preisträgern und den Jurymitgliedern sind in der Anlage aufgeführt.