Sitzung des Medienrates der SLM vom 27. April 2015

MEDIENINFORMATION

1) Große Resonanz am SLM-Förderprogramm für private Fernsehveranstalter in Sachsen: Zehn Veranstalter reichen für insgesamt zwölf lokale und regionale TV-Programme Anträge zur Betrauung und auf Förderung der Verbreitungskosten bei der Sächsischen Landesmedienanstalt ein.
2) Medienrat der SLM unterstützt Filmproduzenten aus Sachsen mit 40.000 Euro im Rahmen der ergänzenden kulturellen Filmförderung und beschließt Erweiterung der SLM-Förderrichtlinie
3) Sächsische Landesmedienanstalt fördert sächsischen Medienwettbewerb VISIONALE LEIPZIG
4) KabelJournal GmbH, Grünhain-Beierfeld, erhält Zulassung zur Veranstaltung ihres regionalen Fernsehprogramms in 16 weiteren Kabelanlagen im Erzgebirgskreis

Der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) hat sich im Rahmen seiner Sitzung am 27. April 2014 mit den eingegangen Anträgen auf Förderung der Verbreitungskosten befasst und folgende private Fernsehveranstalter mit der Erstellung hochwertiger lokaler und regionaler Fernsehprogramme betraut:

  • ELB TV Film- und Fernsehproduktions GmbH, Dresden,
    für das Programm “DRESDENEINS” (Stadt Dresden und Umgebung);
  • Interessengemeinschaft tvM Meissen e.V.,
    für das Programm “tvM Meissen Fernsehen” (Landkreis Meissen);
  • KabelJournal GmbH, Beierfeld,
    für das Programm “KabelJournal Erzgebirge” (Landkreis Erzgebirgskreis);
  • Regionalfernsehen Mittelerzgebirge MEF GmbH, Marienfeld,
    für das Programm “Mittel Erzgebirgs Fernsehen” (Landkreis Erzgebirgskreis);
  • Sachsen Fernsehen GmbH & Co. Fernseh-Betriebs KG, Leipzig,
    für das Programm “Leipzig Fernsehen” (Stadt Leipzig und Umgebung)
    für das Programm “Chemnitz Fernsehen” (Stadt Chemnitz und Umgebung)
    für das Programm “Dresden Fernsehen” (Stadt Dresden und Umgebung);
  • SGS Rundfunkgesellschaft mbH, Hoyerswerda,
    für das Programm “ELSTERWELLE Fernsehen” (Landkreis Bautzen, insbesondere Hoyerswerda, Kamenz, Königsbrück und Radeberg).
  • TeleVision, Zwickau GmbH, Zwickau,
    für das Programm “TeleVision Zwickau” (Zwickau, Werdau und Umgebung);
  • VIDEOPRO – euro-Regional tv e.K., Görlitz,
    für das Programm “euro-Regional tv” (Stadt Görlitz und Umgebung);
  • Videowerkstatt.net GmbH, Leipzig,
    für das Programm “info tv leipzig” (Stadt Leipzig und Umgebung);
  • Vogtland Regional Fernsehen, Plauen,
    für das Programm “VRF Vogtland Regional Fernsehen” (Vogtlandkreis).

Um in den Genuss einer Verbreitungsförderung zu kommen, ist es erforderlich, dass die jeweiligen Veranstalter ihr Fernsehprogramm “betrauen” lassen. Zu diesem Zweck legten die lizenzierten privaten Veranstalter glaubhaft dar, dass sie in der Lage sind, zwei in der Fördersatzung näher benannte Programmformate zu erstellen. Die Programme sollen lokale und regionale Beiträge, insbesondere zu den Bereichen Bildung, Heimatgeschichte, Kultur, Politik, Religion, Soziales, Sport, Tradition, Wirtschaft und Wissenschaft enthalten und relevante gesellschaftliche Gruppen angemessen zu Wort kommen lassen.

Im Gegenzug für die Erfüllung dieser programmlichen Vorgaben kann dem Veranstalter ein Teil seiner Verbreitungskosten durch die SLM gefördert werden. Förderfähige Kosten sind entsprechend der gesetzlichen Vorgaben technische Zuführungs- und Verbreitungskosten über DVB-T und Nachfolgetechniken, über Satellit und über sonstige Plattformen, z.B. Kabelanlagen. Bei der Entscheidung über die Vergabe der Fördermittel ist die möglichst flächendeckende Verbreitung des Programms im jeweiligen Betrauungsgebiet von vorrangiger Bedeutung.

Ziel des Förderprogramms ist es, die Versorgung der Bevölkerung des Freistaats Sachsen mit hochwertigen lokalen und regionalen Fernsehprogrammen neben bestehenden lokalen und regionalen Angeboten des Hörfunks, der Printmedien und sonstiger elektronischer Medien sicherzustellen.

Weitere Entscheidungen des Medienrates der SLM vom 27.04.2014

Medienrat der SLM unterstützt Filmproduzenten aus Sachsen mit 40.000 Euro im Rahmen der ergänzenden kulturellen Filmförderung und beschließt Erweiterung der SLM-Förderrichtlinie

Der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) stellt rd. 40.000 Euro im Rahmen der ergänzenden kulturellen Filmförderung für das 1. Quartal 2015 zur Verfügung.

Im genannten Bewerbungszeitraum gingen sechs Filmprojektanträge bei der SLM ein, von denen folgende vier Produktionen eine Förderung erhalten:

  • der Dokumentarfilm “Das unsichtbare Opfer”
    Produktion: Dirk Lienig und Olaf Winkler, Contract GbR, Chemnitz
  • der Animationsfilm “Puppen”
    Produktion: Beate Kunath, Chemnitzer Filmwerkstatt e.V.
  • der Dokumentarfilm “Grünau My Love”
    Produktion: Hannah Sieben, Leipzig
  • der Kurzspielfilm “Besetzte Sommertage”
    Produktion: ma.ja.de. Filmproduktions GmbH, Leipzig

Für die ergänzende kulturelle Filmförderung stehen im Haushalt der SLM im Jahr 2015 insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung basiert auf § 28 Sächsisches Privatrundfunkgesetz, wonach der SLM eine ergänzende kulturelle Filmförderung ermöglicht wird. Die Kriterien der Förderung sind in der SLM-Förderrichtlinie definiert.

Darüber hinaus gab der Medienrat in seiner heutigen Sitzung grünes Licht für eine Erweiterung der SLM-Förderrichtlinie im Rahmen der ergänzenden kulturellen Filmförderung (§ 24 Abs. 6). Diese steht im Zusammenhang mit Kooperationen zwischen in Sachsen ansässigen Filmschaffenden und TV-Veranstaltern. Ab sofort fördert die SLM den Kooperationsanteil des Veranstalters in Höhe von 15 Prozent der Gesamtkosten auch bei Antragstellung nach Projektbeginn des geförderten Filmes. Damit trägt der Medienrat der bisherigen Erfahrungspraxis Rechnung, dass die Veranstalter häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt der Projektrealisierung von Kooperationen überzeugt werden können. Mit dieser neuen Regelung sollen die Zusammenarbeit zwischen den Filmproduzenten und den privaten Rundfunkveranstaltern erleichtert und damit gestärkt werden.

Sächsische Landesmedienanstalt fördert sächsischen Medienwettbewerb VISIONALE LEIPZIG

Die SLM fördert erneut den Medienwettbewerb VISIONALE LEIPZIG mit insgesamt 7.000 Euro. Am 15. November 2015 findet im Schauspiel Leipzig die nunmehr 25. Ausgabe statt. In den Wettbewerbskategorien Video, Radio, Fotografie und Multimedia-Interaktiv können sich Jugendliche aus Sachsen beteiligen. Darüber hinaus gibt es in diesem Jahr das Sonderthema unter dem Motto: “Wer bin ich, wer will ich sein?”. Einsendeschluss ist der 15. September 2015. Weitere Informationen unter www.visionale-leipzig.de.

Die Teilnehmer können sich u.a. an die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Bautzen, Görlitz, Plauen, Riesa, Torgau und Zwickau wenden, um sich Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen für den Wettbewerb zu holen. Auf www.saek.de sind alle sachsenweiten Standorte, Adressen und Ansprechpartner zu finden.

KabelJournal GmbH, Grünhain-Beierfeld, erhält Zulassung zur Veranstaltung ihres regionalen Fernsehprogramms in 16 weiteren Kabelanlagen im Erzgebirgskreis

Die KabelJournal GmbH, Grünhain-Beierfeld, vertreten durch den Geschäftsführer Mike Bielagk, erhält im Rahmen eines vereinfachten Zuweisungsverfahrens die Lizenz zur Veranstaltung ihres lokalen Informationsprogramms “KabelJournal Erzgebirge” ergänzend in insgesamt 16 weiteren Kabelanlagen des nordwestlichen Erzgebirgskreises mit insgesamt rd. 17.400 Wohneinheiten.

Dieser Entscheidung vorausgegangen ist die Rückgabe der Zulassung des Veranstalters Uwe Bahner, Inhaber der Fa. Kanal Eins in Stollberg, mit Wirkung zum 30.04.2015 für das betreffende Verbreitungsgebiet. Die KabelJournal GmbH ist eine bereits seit 20 Jahren in Sachsen zugelassene Veranstalterin, die derzeit in mehr als 120 Kabelanlagen drei verschiedene Regionalprogramme ausstrahlt. Gemäß § 5 Abs. 2 Satz 4 Sächsisches Privatrundfunkgesetz kann die SLM auch ohne Ausschreibung technische Übertragungskapazitäten an einen bereits zugelassenen Veranstalter vergeben, wenn dadurch eine bessere Versorgung im Sinne der Zulassung erreicht werden kann. Intention der SLM war es darüber hinaus, eine schnelle Lösung für die betroffenen Anwohner/Zuschauer zu finden, damit sie nicht auf ihre gewohnte aktuelle Berichterstattung durch das Fernsehen über ihr lokales und regionales Umfeld im ehemaligen Sendegebiet von “Kanal Eins” verzichten müssen.