Rundfunkpreis Mitteldeutschland 2014 in Jena verliehen

Rundfunkpreis Mitteldeutschland 2014 – Bürgermedien in Jena verliehen

Jena, 05.09.2014:

Im Jenaer Zeiss-Planetarium wurden heute zum 10. Mal die besten Bürgerrundfunk-Macher aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem Rundfunkpreis Mitteldeutschland – Bürgermedien geehrt. Auf Einladung der drei mitteldeutschen Landesmedienanstalten versammelten sich über 250 Bürgerfunker, Vertreter aus Politik, Medien und Wissenschaft sowie Interessierte zur diesjährigen Festveranstaltung.

155 Beiträge wurden von den mitteldeutschen Bürgerfunkern für den diesjährigen Preis eingereicht.Kleine und große Medienmacher freuten sich über Preisgelder in Höhe von insgesamt 12.000 Euro.

„Mitteldeutschland wird durch eine bunte und vielfältige Bürgermedienlandschaft geprägt. Diese Vielfalt spiegelte sich heute bei den ausgezeichneten Beiträgen wider. Besonders auffallend in diesem Jahr war, dass Jung und Alt unter den Preisträgern versammelt waren. Hier zeigt sich, dass die Bürgersender offen für alle Generationen sind und diese auch erreichen“, freut sich Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und Koordinator des Fachausschusses „Medienkompetenz, Bürgermedien und Jugendschutz” der Landesmedienanstalten.

Roland Richwien, Staatssekretär im Freistaat Thüringen, würdigte in seinem Grußwort die Leistungen der ehrenamtlichen Radio- und Fernsehmacher sowie den Beitrag, den die Bürgermedien zur Medienbildung leisten, ein wichtiger Bestandteil dessen, was heute unter Medienkompetenz verstanden wird. „Bei der Herstellung von Beiträgen für die Bürgermedien – sei es Radio oder Fernsehen – werden die Wirkungsweisen von Medien durchschaut. Die drei Landesmedienanstalten in Mitteldeutschland fördern in vielfältiger Weise die Aktivitäten der Bürgermedien. Die heutige Veranstaltung beweist dies eindrucksvoll“, so Richwien.

Die glücklichen Gewinner des mit je 1.500 Euro dotierten Preises für die besten Beiträge in der Kategorie „Nachwuchs“ sind im Fernsehen Jessica Herrmann und Team „KOMA“ (WTV – Der Offene Kanal aus Wettin e. V.) und im Hörfunk die 8. Klasse des Humboldt-Gymnasiums Hettstedt „17. Juni“ (Radio hbw in Aschersleben). Die Erwachsenenpreise für die besten Beiträge gingen im Fernsehen an den Interkulturellen Verein Gera e. V. „Als Kind im KZ – Begegnungen mit Thomas Geve“ (Offener Kanal Gera) und im Hörfunk an Pauline Mager „Toiletten?“ (Radio Blau in Leipzig).

Über die Sonderpreise in Höhe von je 500 Euro zum Thema „Inklusion“freuten sichNils Albertsen „Ganz Normal Anders“ (WTW – Der Offene Kanal aus Wettin e. V.) sowie die Mittelstufen der Förderschule „St. Franziskus“ Dresden „Die kleine Spinne – Wir sind im Netz“ (SAEK Dresden).

Vergeben wurden außerdem Länderpreise für die besondere Darstellung derVielfalt des Lebens und Wirkens in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Preise (je 500 Euro) gingen an:

Länderpreise für Sachsen:

  • Fernsehen: Ignac Wjesela & Team „Ćek dom!“ (SAEK Bautzen)
  • Hörfunk: Karin Thieme und das Seniorenradio „Unsere Elbe – das blaue Band“ (SAEK Dresden)

Länderpreise für Thüringen:

  • Fernsehen: Heinz Roeske „Hochwasser in Gera“ (Offener Kanal Gera)
  • Hörfunk: Heiner Koch „Hospiz Bad Berka“, ausgestrahlt von Radio LOTTE Weimar

Länderpreise für Sachsen-Anhalt:

  • Fernsehen: Lorenz Schill & Team „Das Jessener Schloss“ (Offener Kanal Merseburg-Querfurt)
  • Hörfunk: Niels Hölmer „Alte Synagoge“ (Radio Corax)

Hinweise:

Der Rundfunkpreis Mitteldeutschland wird jährlich von den Landesmedienanstalten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Sparten Fernsehen, Hörfunk und Bürgermedien verliehen. Mit diesem Preis werden das Engagement und die journalistischen Leistungen der Macher der lokalen Rundfunkangebote in Mitteldeutschland gewürdigt.

Einzelheiten zu den Preisträgern und den Jurymitgliedern beim Bürgermedienpreis sind in der Anlage(DOCX, 31 kB) aufgeführt.