Der Begriff "Medienkompetenz" ist zu einem Modewort geworden und damit der Gefahr ausgesetzt, dass er vage und missverständlich interpretiert wird.
Noch ist die Auffassung, dass Medienkompetenz primär technische Kompetenz ist, nicht völlig überwunden. Natürlich ist technische Kompetenz für den Umgang mit dem Internet, dem Fernsehen und dem Radio wichtig. So sollte das Wissen und Können vorhanden sein, um ein Medium einzuschalten und zu bedienen - also die Fähigkeit, die Fernbedienung zu beherrschen, Programme einzuspeichern, im Internet das Passwort einzugeben usw.
Technische Kompetenz reicht aber nicht aus. Wichtig ist vor allem, sich nicht von den Medien vereinnahmen zu lassen, sondern selbstbestimmt und verantwortungsbewusst mit diesen umzugehen.
Kompetenter Umgang mit Medien heißt darum vor allem, die eigenen Handlungsspielräume zu erweitern, bisher gewonnene Erfahrungen speziell auf ihren Wert für die persönliche Entwicklung zu hinterfragen, neue Wahrnehmungen zu strukturieren und kommunikative Fähigkeiten zu entwicklen.
Es ist zweckmäßig, Medienkompetenz weiter zu präzisieren.
Sie umfasst - in verschiedenen Qualitätsstufen - folgende Bereiche:
| Sachkompetenz |
Rezeptionskompetenz |
Partizipationskompetenz |
| das Wissen um die Medien (wie um deren besondere Gestaltungsmittel, Funktionen, Wirkungen und Entwicklungsmöglichkeiten) |
die Fähigkeit, die in den Medien transportiertierten ethischen, ästhetischen u.a. Werte und Normen kritisch für die eigene Lebensgestaltung zu hinterfragen |
die Fähigkeit, mit (selbstproduzierten) Medien verantwortungsbewusst die öffentliche Kommunikation anzuregen und zu bereichern | |