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Themen + Frequenzen MTM (3/2010)
Heft MTM/2010 (PDF - 3.07MB)
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Chronik Rundfunkpreise
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Sigrund Rottstädt erhält aus den Händen von Prof. Kurt-Ulrich Mayer den 1. Preis in der Kategorie "Bester Beitrag".
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Clemens Behr von Hitradio RTL nahm den 2. Preis in der Kategorie "Bester Beitrag" in Empfang.
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Martin Friede von Radio PSR erhält den 3. Preis in der Kategorie "Bester Beitrag".
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Sabrina Vetter und Maik Scholkowsky gewinnen den Preis für die "Beste Moderation".
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"Bester Werbespot" für Matthias Frommann von Radio PSR.
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Das "Originellste selbstkonzipierte Hörergewinnspiel" erdachte sich Heiko Dietze von Radio r.sa.
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Carmen Rosenthal und Axel Bergmann (Sponsor: Verkehrsverbund Oberelbe) überreichen Kathrin Schermak von Radio Dresden 103 Punkt 5 den Sonderpreis "Mobilität.
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Jens Kerner, Geschäftsführer von Radio SAW, bekommt stellv. für Volker Haidt und Holger Trapper dne "Länderpreis Sachsen-Anhalt".
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Bernd Schädlich von Vogtland Radio erhält den "Länderpreis Sachsen".
RUNDFDUNKPREIS MITTELDEUTSCHLAND 2005 - HöRFUNK

Die Preisträger

 

Kategorie: "Bester Beitrag"

 

1. Preis

- Preissumme 2.500 Euro -

 

Autorin: Sigrun Rottstädt
Sendung: " Musik baut Brücken "
Produzent: Radio Dresden 103 Punkt 5.
Sender: Radio Dresden 103 Punkt 5.

 

Begründung der Jury: Wenn einer unserer fünf Sinne versagt, bleibt das Leben trotzdem lebenswert. Schüler einer Schule für Hörgeschädigte singen und nehmen ihren Song auf CD auf. Der Autorin gelingt es inhaltlich und akustisch überzeugend, diesen hoffnungsvollen Widerspruch im Leben behinderter Menschen darzustellen: Gegen die Behinderung gerade mit dem behinderten Sinn anzukämpfen. Musikmachen trotz Schwerhörigkeit. Sich nicht dem Schicksal hilflos ausliefern. Und auch das ganz vom Hören abhängige Massenmedium Radio geht in diesem Beitrag mutig bewusst auf hörgeschädigte Menschen zu. Probleme werden benannt, die Freude der Behinderten wird erspürt, und das Mikrofon bleibt auch offen beim Gesang der leidenschaftlichen behinderten Sänger.

 

 

2. Preis

- Preissumme 1.500 Euro -

 

Autor: Clemens Behr

Sendung: "Mehr als nur Ein-Euro-Jobs"

Produzent: HITRADIO RTL Sachsen

Sender: HITRADIO RTL Sachsen

 

Begründung der Jury: Wie kommt man über einen Ein-Euro-Job in den ersten Arbeitsmarkt? Welche zusätzliche Hilfe kann es geben? Der Beitrag stellt sich diesen aktuellen Fragen und zeigt ein hoffnungsvolles Beispiel auf. In der Behindertenwerkstatt des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau wird eine arbeitslose Köchin aufgenommen. Sie hofft, nach einem halben Jahr weiter beschäftigt zu werden. Ein Sozialpädagoge begleitet das Projekt. Genau wie feinfühlig wird den Meinungen und Haltungen der Menschen in diesem Projekt nachgegangen, die Wirklichkeit geschildert und werden Möglichkeiten von Hoffnung aufgezeigt.

 

 

 

3. Preis

- Preissumme 1.000 Euro -

 

Autor: Martin Friede

Sendung: "EU-Dingsbums"

Produzent: Radio PSR

Sender: Radio PSR

 

Begründung der Jury: Niemand geht so unbefangen auf andere Menschen zu wie Kinder. Dieser Beitrag ist daher beispielhaft für uns Journalisten, aber auch für unsere Zuhörer. Fragen zum vermeintlichen EU- Schreckgespenst Oster­weiterung“ werden aus Kindermund gestellt und von Menschen aus EU-Ostländern geduldig beantwortet. Fragen und Antworten, die Vorurteile von Erwachsenen abbauen und Nachhilfe in osteuropäischer Kochkunst und Kultur geben. Die Beitragsreihe ist sowohl von der Idee her, als auch von der Umsetzung gleichermaßen liebevoll und vorbildlich gemacht.

 

 

 

Ehrende Anerkennung:

 

Autorin: Grit Krause

Beitrag: "Zeitzeugen an deutschen Schulen"

Produzent: BBC-rfi Sachsen

Sender: BBC-rfi Sachsen

 

Begründung der Jury: Im Rahmen des Zeitzeugen-Projekts der Brücke/Most-Stiftung aus Dresden werden ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter an Schulen in Deutschland, Österreich und demnächst in Tschechien geschickt, um Schülern von ihren Erfahrungen zu berichten. Der Beitrag informiert über den Besuch zweier solcher Zeitzeugen an einer Dresdner Mittelschule. Die Begegnung stieß bei den Schülern auch deshalb auf positive Resonanz, weil es sich die beiden Zeitzeugen zum Ziel gesetzt hatten, keine Schuldgefühle zu vermitteln. Ihr erklärtes Anliegen ist es, dass sich junge Menschen nicht fanatisieren lassen. Der Beitrag von BBC-rfi, indem neben den Zeitzeugen auch die Schüler zu Wort kommen, verdient wegen der sachlichen und informativen Behandlung eines sensiblen und wichtigen Themas eine Ehrende Anerkennung.

 

 

Ehrende Anerkennung

 

Autor: Marcus Netscher

Beitrag: "Elvis Presley zum 70. Geburtstag"

Produzent: HITRADIO RTL Sachsen

Sender: HITRADIO RTL Sachsen

 

Begründung der Jury: Der Beitrag „Elvis Presley zum 70. Geburtstag“ ist aufwen­dig recherchiert, gut präsentiert und sorgfältig produziert. In ungewöhnlich verdichteter Form wird das Leben des Künstlers anschaulich dargestellt und mit chronologisch genau eingeordneten Musikeinspielen illustriert. Der Beitrag hat eine klar erkennbare Struktur und passt durch seine Kurzweiligkeit auch in schnelle moderne Hörfunkformate. Besonders hervorzuheben ist die bildreiche Sprache.

 

 

 

Kategorie: "Beste Moderation"

 

1. Preis

- Preisgeld 2.500 Euro -

 

Moderatoren: Sabrina Vetter und Maik Scholkowsky
Sendung: "FHM" aus "Freitagshow mit Scholle und Sabrina"
Produzent: Radio SAW
Sender: Radio SAW

 

Begründung der Jury: Ein Fotoapparat klickt, im Hintergrund sorgen Voyeure mit Begeisterung für Stimmung. Ein Fotoshooting im Radio? Das geht doch eigentlich gar nicht. Doch es geht! Die beiden Akteure persiflieren die Welt des Glamours in ihrem Fotoshooting unnachahmliche, spontane, teilweise freche und humorvolle Weise. Sie nehmen in dieser Moderation ihre Hörer mit, lassen in den Köpfen ein Bild entstehen von dem zutiefst visuellen Thema. Genau dies beeindruckte die Jury. Wie auch der Aufwand, den sich die Autoren und Sabrina Vetter und Maik Scholkowsky machten, um diesem Beitrag zu gestalten.

 

 

 

Kategorie: "Beste Glosse"

- Preisgeld 1.000 Euro -

 

Autorenteam: Holger Schmalfuß, Stefan Barth, Boris Raderschatt

Beitrag: "Wahlkampfsongs"

Produzent: ANTENNE THÜRINGEN

Sender: ANTENNE THÜRINGEN

 

Begründung der Jury: Im Endspurt des Wahlkampfes zu den vergangenen Landtagswahlen in Thüringen hat diese Glosse zwischen den vielen politischen Worthülsen in den Medienberichten für ernsthafte Aufheiterung gesorgt. Glossiert werden die zum Wahlkampf angetretenen Parteien mit ihren volkstümlichen Klischees. Den hohen Erwartungen der Jury an eine gute Glosse kam dieser Beitrag am nächsten, wenngleich die Auswahl leider nicht groß war. Die Glosse ist eben die hohe Kunst des Journalismus und bedarf einer spitzen Zunge, die selten geworden ist. Der Preis soll auch Andere in der Zunft auffordern, sich der Glosse wieder zu bedienen.

 

 

 

Kategorie: "Bester Werbespot"

- Preisgeld 1.000 Euro -

 

Autor: Matthias Frommann

Beitrag: "GRS-Batterien"

Produzent: Radio PSR

Sender: Radio PSR

 

Begründung der Jury: Die Jury hat sich für den Werbespot entschieden, weil der Spot im hohen Maße die Aufmerksamkeit auf sich zieht und im Kopf hängen bleibt. Der Spot setzt auf Emotionen. Durch die „Vermenschlichung“ der Batterien auf sympathische Weise entsteht automatisch eine Hemmschwelle, alte Batterien einfach so wegzuwerfen. Das Ziel des Spots ist erreicht. Dramaturgisch bleibt der Spot bei einem Handlungsstrang, der einige Fragen offen lässt, aber durch die zulässige Verknappung einen hohen Wirkungsgrad besitzt.

 

 

 

Kategorie: "Originellstes Selbstkonzipiertes Hörergewinnspiel"

- Preisgeld 1.000 Euro -

 

Autor: Heiko Dietze

Spiel: "Das R.SA-Bestechungsgeld"

Produzent: Radio R.SA

Sender: Radio R.SA

 

Begründung der Jury: Ein Gewinnspiel antithetisch aufzubauen, also mit Hörern in Kontakt zu treten, die den eigenen Sender im Alltag mittels Knopfdruck oder Dreh am Radiogerät vom Lautsprecher verbannen, das ist an sich schon originell. Mit ihrer dialogischen Struktur zwischen Moderator und Hörer sorgen sie beim Rezipienten für Authentizität. Der Hund, der knurrt, die Tochter, die die Musikfarbe nicht mag, der Sohn, dessen Finger beim Einsteigen ins Auto sofort den anderen Sender wählen - der sächsische Hörer kann sich in den Anrufern selbst erkennen. Zudem sorgt die spontane und teilweise rotzfreche Moderation durch den gezielten Einsatz der sächsischen Mundart für Spaß beim Zuhören, die durchgängig gute Laune verbreitet. Preiswürdig empfindet die Jury auch die klare Struktur in der Aufgabenstellung dieses Gewinnspiels, die der Zuhörer sofort erkennen kann.

 

 

 

Sonderthema "Mobilität"
- Preisgeld 1.000 Euro, gesponsort von der Verkehrsverbund Oberelbe GmbH -

 

Autorin: Kathrin Schermak

Beitrag: "Voll automatisch"

Produzent: Radio Dresden 103 Punkt 5

Sender: Radio Dresden 103 Punkt 5

 

Begründung der Jury: Der gut recherchierte Beitrag handelt von der Eröffnung eines vollautomatischen Parkhauses an einer Haupteinkaufsstraße in Dresden. Mit Phantasie und einer durchdachten Dramaturgie versteht es die Autorin, diese eher trocken technische Materie in eine spannende Geschichte zu verwandeln. Geschickt weckt sie zu Beginn Interesse durch einen fiktiven Dialog mit ihrem Freund, dann verbindet sie mehrere O-Töne, eigene Überlegungen und Geräusche zu einem gleichermaßen informativen und unterhaltenden Erlebnisbericht. Zum Schluss wird das Ganze prägnant zusammengefasst.

Die Jury zeichnet diesen Beitrag aus, weil er beispielhaft die Möglichkeiten des Radios aufzeigt und gekonnt umsetzt.

Am Rande sei angemerkt, dass alle, die ihr Auto trotz faszinierender Technik nicht vollautomatisch stehen lassen wollen, nach wie vor umsteigen können auf Bus und Bahn. Die Fahrer warten.

 

 

 

Kategorie "Länderpreise" (Sachpreise)

 

Länderpreis Sachsen-Anhalt

 

Autoren: Volker Haidt und Holger Tapper
Beitrag:  "Muckefuck – Loveparade Athensleben"

aus der Kategorie "Sonderthema: Mobilität"

Produzent: Radio SAW
Sender: Radio SAW

 

Begründung der Jury: Warum soll jemand seinen Hörern eine trockene Scheibe Brot servieren, wo doch der schmackhafte Belag dazu gehört? Genau in diesem Sinne holt der Beitrag die große weite Welt vor die heimische Haustür. Einmal im Jahr trifft sich in diesem Focus, der sich Love Parade nennt, die große weite Welt, mit der des Alltags. Es gibt eine Love Parade mit tausenden Tänzern, mit Wagen voller Musik und Stimmung pur und ohne Filter. Nur halt nicht in Berlin, sondern in Athensleben, tief in der sachsen-anhaltinischen Provinz. In dem Beitrag kommt so viel Atmosphäre und Stolz auf diese Love Parade im Kleinen atmosphärisch herüber, dass der jugendliche Hörer unwillkürlich angesteckt wird, doch alles stehen und liegen zu lassen, und sich im Geschwindschritt in Richtung Athensleben zu begeben. Bei so viel Herzblut in der Moderation konnte die Jury gar nicht anders, als diesem Beitrag den Landespreis zuzuerkennen.

 

 

 

Länderpreis Sachsen

 

Autoren: Bernd Schädlich

Magazin:  "Wasserrutschen"

aus Kategorie "Bester Beitrag"

Produzent:  Vogtland Radio
Sender: Vogtland Radio

 

Begründung der Jury: Als Vorabinformation auf ein „großes Ereignis“ in einem kleinen Ort im Vogtland besticht der Beitrag vor allem durch seine regionale Nähe. Das wird sprachlich, durch O-Töne und durch untergelegte Atmosphäre erreicht. Dramaturgisch ist durch die Atmosphäre eine gut vorstellbare Bühne für das Geschehen aufgebaut, auf der der Beitrag spielt. Die mitwirkenden Kinder sind als Hauptfiguren begeisternd in Szene gesetzt. Die doch etwas kuriosen „Deutschen Meisterschaften im Wasserrutschen“ werden durch den dargestellten Ernst, mit dem die Akteure dem Ereignis entgegen fiebern, zu einem großen regionalen Event. Das ist die Stärke des Beitrages.

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