Die Preisträger
Kategorie: "Bester Beitrag" - Preissumme 2.500 Euro -
Autorin: Anja Gorille Sendung: "Eingewanderte Wörter" Sender/Produzent: BCS Broadcast Sachsen Radio Dresden
Begründung der Jury: Migration ist ein stets aktuelles Thema. Neben sozio-kulturellen Zusammenhängen entscheidet auch die Kommunikation, insbesondere die Sprache, über eine erfolgreiche Integration. Dass unsere Sprach- und Begriffswelt selbst ein facettenreiches Resultat bemerkenswerter Migrations- und Integrationsprozesse ist, beleuchtet dieser ambitioniert recherchierte, kurzweilig gestaltete und journalistisch sehr gut gearbeitete Beitrag, der zeigt, dass Infotainment mit wissenschaftlichem Hintergrund im privaten Rundfunk gut aufgehoben sein kann
Nominierung Kategorie: "Bester Beitrag" - Preissumme 500 Euro -
Autorin: Conny Hartmann Sendung: "Erzgebirgisches Weihnachten mitten in den USA –der Chemnitzer Weihnachtsmarkt in Acron" Sender/Produzent: BCS Broadcast Sachsen Radio Chemnitz
Begründung der Jury: Deutsche und Amerikaner einander näher zu bringen ist das Ziel, dass die Chemnitzer Händler verfolgen, die nun schon seit vier Jahren in die amerikanische Partnerstadt Acron (Ohio) reisen und dort erzgebirgische Weihnachtsstimmung verbreiten. Auch mit ihrem heute nominierten Beitrag ist Reporterin Conny Hartmann ein Beitrag zur deutsch-amerikanischen Völkerverständigung gelungen. Durch eine präzise und bildreiche Sprache, untermalt von sinnvoll eingesetzten Atmosphären und Musiken, transportiert sie den Hörer direkt auf den Weihnachtsmarkt von Acron. Der Beitrag überzeugt nicht nur durch eine rhythmische und gut gemischte Produktion, sondern auch durch abwechslungsreiche O-Töne und informative Texte.
Nominierung Kategorie: "Bester Beitrag" - Preissumme 500 Euro -
Autor: Jens Grotegut Sendung: "Thüringen sagt ja zu Kindern – Der 'Schlupfwinkel' Gera" Sender/Produzent: Antenne Thüringen
Begründung der Jury: Jens Grotegut läßt in diesem Beitrag engagiert die Wurzeln des soliden Journalistenhandwerks wieder aufleben. Gute Reporter sind vor Ort, nehmen ihre Hörer mit zum Geschehen, stellen Akteuren die richtigen Fragen und klären auf. Mit Respekt und Aufmerksamkeit nähert sich der Reporter den Kindern im "Schlupfwinkel" Gera, die ihm hörbar Vertrauen schenken. Wir Hörer wissen jetzt, was hinter dem Betonklotz und dem "Schlupfwinkel" steckt, ohne emotionale Zuspitzung der Schicksalsgeschichten von Kindern. Wir haben den "Schlupfwinkel" eher als Alternative kennen gelernt, wenn Kinder Hilfe brauchen und diese nicht von den Eltern bekommen.
Kategorie: "Beste Moderation" - Preissumme 2.500 Euro -
Autoren: Kristin und André Hardt Sendung: "Bürgermeisterprotest gegen Rechts" Sender/Produzent: BCS Broadcast Sachsen Radio Dresden
Begründung der Jury: Nichts ist schwerer als harte Themen im Morgenmagazin. Die Hörerinnen und Hörer sollen schließlich nicht vergrault werden oder den schläfrigen Geist durch Horrormeldungen komplett außer Kraft setzen. Das heißt dann im Umkehrschluss, dass gute Laune und leichte flockige Themen offenbar in einer Morningshow nötig sind - oft leider an der Grenze zum Erträglichen oder zum Banalen. Dass beide Dinge aber sehr wohl zusammengehen können, beweist die eingereichte Moderation von Kristin und André Hardt aus der Morning Show "André und die Morgenmädels". In souveränem Umgang mit Originaltönen, einer überraschenden Idee zu einem eher schwierigen Thema und einer klaren Positionierung taucht das Thema Rechtsextremismus in Sachsen auf. Dass dabei eine kritikwürdige symbolische Aktion aufs Korn genommen und mit einer eigenen Recherche verbunden wird, ist gut. Besser noch ist der gut strukturierte Umgang mit den Ergebnissen der Vorarbeit- wie selbstverständlich werden die O-Töne Teil der Moderation und führen uns dorthin, wo rechtsextremer Alltag nicht zur Straßenblockade führt. Hut ab vor einer solchen Moderation.
Nominierung Kategorie: "Beste Moderation" - Preissumme 500 Euro -
Autoren: Holger Tapper und Volker Haidt Sendung: "Die Muckefucks üben für "Wetten, dass …!" Sender/Produzent: radio SAW
Begründung der Jury: Unterhaltsam…witzig…dialogreich… spontan ….- aus diesen Gründen hat sich die Jury für die Nominierung dieses eingereichten Beitrages entschieden. Dabei wird nicht einfach die Unterhaltungsshow an sich gewürdigt, sondern –wie sollte es in dieser Kategorie anders sein - die Moderation. Sie unterhält im besten Sinne des Wortes und vor allem: Der Hörer findet sich mit seinem Alltag, mit seinen Erwartungen nach Spaß und Entspannung wieder. Die Radiomacher haben eine eigene Idee kreiert. Und ehrlich: Diese Wurst isst man auch in Thüringen und in Sachsen - nicht nur in Sachsen-Anhalt!
Nominierung Kategorie: "Beste Moderation" - Preissumme 500 Euro -
Autor: Stefan Große Sendung: "Weck Attack" Sender/Produzent: Energy Sachsen
Begründung der Jury: Radiohören soll Spaß machen und glücklich jene Hörer, deren Programm auch originellen Spaß anbietet wie Energy Sachsen mit der Aktion "Weck Attack". Unbedarfte Bürger werden –für welche Untaten auch immer- früh aus dem Schlaf gerissen und –wie im Fall des Beitrages- über Aspekte der Schweizer Bergwacht und das Verhalten von Bernhardinern gefragt. Das Spiel mit dem Hörer – für beide Seiten unterhaltsam und unentbehrlich für den guten Verlauf der professionellen Moderation einer morning show.
Kategorie: "Bester Werbespot" - Preissumme 1.000 Euro -
Autoren: Sigrun Rottstädt und Stephan Nobis Sendung: "Hören statt lesen" Sender/Produzent: apollo radio)))
Begründung der Jury: Der Werbespot überzeugt nicht nur durch die Besetzung hochkarätiger aus dem Filmbereich bekannter Synchronstimmen, er spielt auch mit den unterschiedlichen Hörbuchgenres: vom Liebesroman, über den Reisebericht zum Western. Mit wenig, aber gut gewählten Mitteln, kurz und prägnant, macht der Werbespot Lust auf das Hören und wirbt somit für das Medium Radio an sich.
Nominierung Kategorie "Bester Werbespot" - Preissumme 250 Euro -
Autor: Christian K. Schütze Sendung: "Konzertpräsentation SPORTFREUNDE STILLER – mal anders" Sender/Produzent: Energy Sachsen
Begründung der Jury: Promotion soll Lust machen. Lust auf ein Produkt, ein so genanntes "Event" oder Lust auf eine Situation - eine Stimmung, ein Erlebnis. Geworben wird, weil dieses Produkt oder diese Situation sich abheben kann von anderen, die eben auch zur Wahl stehen für ein Publikum, das nie so ganz und gar einzuschätzen ist. Scheinbar leicht ist dies im Bereich der Musik. Die ist nun mal schon emotional und oft auch lebendig genug, für sich selbst zu sprechen. Aber genau deshalb ist es mitunter schwer, Lust zu machen auf ein Konzert- Denn es ist ja Musik- kann man ja auch auf CD hören oder eben im Radio. Lust bekommen hat die Jury aber auf das Konzert der Sportfreunde Stiller. Denn hier kommt der Spot genauso locker und unverkrampft herüber wie die Musik der Band selbst. Einfache aber greifende Idee- technisch und dynamisch gut gemacht- gute Werbung!
Nominierung Kategorie "Bester Werbespot" - Preissumme 250 Euro -
Autor: Florian Bierbaum Sendung: "Die Energy-Afterhour-Kochsendung" Sender/Produzent: Energy Sachsen
Begründung der Jury: Florian Bierbaum hat mit seinem Rezept den Geschmack der Energy-Hörer voll getroffen. Ein schneller Rhythmus in den Zügeln eines verbalen 3-Sterne-Kochs macht auch Lust auf den zweiten und dritten Gang und Hörern das Einschalten an festen Sendeterminen – das ist eine Kunst für sich. Gerade beim Nachwuchs der Radiohörer bleibt ein Medium nur dann wettbewerbsfähig, wenn es so nah an ihren Lebenswelten, ihrer Sprache, ihrem Rhythmus ist. Und das ohne peinliche und überflüssige Beilagen. Genau das ist Florian Bierbaum mit seinem Werbespot gelungen.
Kategorie: "Klimawandel und seine globalen/regionalen Folgen" - Preissumme 1.000 Euro, gesponsert von der IHK zu Leipzig -
Autorin: Friederike Ursprung Sendung: "Die Radio PSR-Klimaoffensive: Was trägt bei zum Treibhauseffekt?" Sender/Produzent: Radio PSR
Begründung der Jury: Der Beitrag "Die Radio PSR Klimaoffensive: Was trägt bei zum Treibhauseffekt?" konnte die Jury aufgrund seines treffenden Themas, seiner Kürze und der Prägnanz überzeugen. Durch die eingearbeiteten O-Töne mit anschaulichen Zahlenvergleichen zur Belastung unserer Luft durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe aber auch durch die landwirtschaftliche Produktion wird das komplexe Thema sehr anschaulich und interessant für den Hörer aufgearbeitet. Der Beitrag trägt zur sachlichen Diskussion des Themas Klimawandel bei und zeigt Möglichkeiten der Reduzierung der CO².
Kategorie: Länderpreis Sachsen-Anhalt - Preissumme 500 Euro -
Autor: Torsten Rößler Sendung: "Die Emmauskirche ist angekommen" Sender/Produzent: Radio SAW
Begründung der Jury: Der Länderpreis ist eingerichtet für die regionale Verbundenheit der einzelnen Sender mit ihrer Region- und eben mit ihrem Land. Nun ist Radio bekanntermaßen zwar in den einzelnen Bundesländern geregelt, aber die Wellen machen natürlich nicht an den Landesgrenzen halt. Diesen Gedanken aufnehmend, hielt die Jury einen Beitrag aus Sachsen-Anhalt für sehr interessant. Hier wird gleich in doppeltem Sinne Realität widergespiegelt, die regionale Verankerung meint. Eine Kirche muss umziehen. Tagebau ist der Grund und ist sicher auch Thema in anderen Bundesländern. Aber die Kirche wanderte in Sachsen. Dieser Umstand, der an der Grenze zu Sachsen-Anhalt auch die Menschen im benachbarten Land interessierte - dieses Ereignis bestimmte die Lokalberichterstattung über Wochen. Und so schlägt dieser Beitrag, den die Jury für den Länderpreis Sachsen-Anhalt auswählte, gleich zwei Brücken: Einerseits zwischen den Menschen und Sorgen an der Grenze dieser beiden Länder; andererseits zwischen den Radios dieser Länder. Denn: Unser Landessieger Sachsen-Anhalt schafft etwas, das selten geworden ist- eine Reflexion auf die eigene Berichterstattung und die der anderen Radios. Vielleicht ein Impuls, der die Kirche auch weiterhin nicht im Dorf lässt.
Kategorie: Länderpreis Thüringen - Preissumme 500 Euro -
Autoren: Elke Schröder und Rainer Gerhardt Sendung: "Thüringen ist einmalig" Sender/Produzent: Antenne Thüringen
Begründung der Jury: Der Beitrag zeigt eindrucksvoll, wie liebenswert und lebenswert Thüringen auch abseits der Klischeeattraktionen Rostbratwurst, Klöße und Wartburg sein kann. Die aufwendige Recherche hat sich gelohnt. Die vielen unentdeckten Highlights sind nicht nur nützliche und unterhaltsame Informationen, sondern auch ein ganzer Katalog an Argumenten für Gäste, die Thüringen besuchen sollten. Denn dort liegt der sprichwörtliche Hund begraben, das erste Holzmotorrad mit 60 km/h Spitzengeschwindigkeit wurde von den ehemaligen Löffelschnitzern handgefertigt und ebenso die größte Steinschleuder der Welt. Es ist einfach bravourös, wie angemessen stolz die Autoren Thüringen und Thüringer in diesen Beiträgen gewürdigt haben.
Kategorie: Länderpreis Sachsen - Preissumme 500 Euro -
Autorin: Katja Bomeier Sendung: "15 Orte – 15 Jahre Radio PSR – Stadtbeitrag von Lichtenstein" Sender/Produzent: Radio PSR
Begründung der Jury: In nur zwei Minuten wird die Stadt Lichtenstein vorgestellt: liebevoll, vielfältig und bürgernah. Viele O-Töne gestalten den Beitrag lebendig und reflektieren die gute Stimmung eines kleinen aber selbstbewussten urbanen Raumes. Die Autorin benötigt wirklich nicht viel Sendezeit, um Heimatliebe akustisch erlebbar zu machen. |