Sächsische Landesmedienanstalt veröffentlicht White Paper

“Der Brückenkopf des Internets im Wohnzimmer” – Spielkonsolen als TV-Plattform

Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) veröffentlicht ein White Paper zum Thema “Spielkonsolen als TV-Plattform.” Das Papier liefert einen Überblick über vorhandene Endgeräte, trifft Aussagen über die Bedeutung von Spielkonsolen als Endgeräteplattform zur Verbreitung von Bewegtbildinhalten, insbesondere im Vergleich zu alternativen Hybrid-TV-Plattformen, und zeigt allgemeine Ansätze zur Umsetzung von TV-Inhalten auf Spielkonsolen.

Spielkonsolen haben gegenüber PCs und Mobilgeräten einen großen Vorteil: Sie sind bereits mit einem Fernseher verbunden und können ihre Inhalte somit in der Regel direkt im Wohnzimmer auf dem größten Bildschirm im Haus präsentieren. Mit über 225 Millionen verkauften Konsolen weltweit verfügen die Geräte zudem schon heute über eine beachtliche Verbreitung. Hinzu kommt, dass Spielkonsolen eine hohe Verbindungsrate zum Internet haben, da fast alle neueren Funktionen innerhalb der Konsolen einen Online-Zugang voraussetzen. Spielkonsolen sind somit so etwas wie der “Brückenkopf des Internets” im Wohnzimmer.

“Das vorliegende White Paper ist aus Sicht der SLM ein hervorragender Einstieg in das Thema Spielkonsolen und Hybrid-TV sowie in ein bisher wenig beachtetes Feld sich seitens der Content-Industrie mit dem Verbreitungsweg Internet zu beschäftigen. Spielkonsolen sind nicht nur allein aufgrund ihrer Zahl eine attraktive Plattform und sollten innerhalb einer Multi-Plattform-Strategie auch von lokalen und regionalen Inhalteanbietern Beachtung finden,” so Martin Deitenbeck, Geschäftsführer der SLM.

Executive Summary
Mit über 10 Millionen verkauften Spielkonsolen stellen Nintendo Wii, Microsoft XBox und Sony Playstation interessante Plattformen für TV-Inhalte dar. Die Konsolen weisen einige entscheidende Vorteile auf, die für den Bewegtbildkonsum attraktiv erscheinen. Spielkonsolen sind fast immer an einen Fernseher angeschlossen und mit dem Internet verbunden. Zudem verfügen die Geräte über die nötige Rechenleistung und Distributionstechnologie, um Anwendungen (Applikationen/Apps) mit TV-Inhalten ansprechend darzustellen und voranzubringen. Diese Qualitäten sorgten in den USA und UK dafür, dass sich Konsolen zu wichtigen Distributionswegen für TV-Inhalte entwickelt haben und von Anbietern, wie Netflix, BBC, Sky, Hulu und Amazon/Lovefilm, mit Inhalten bedient werden. In Deutschland steht die Entwicklung von Spielkonsolen als TV-Plattformen noch am Anfang. Für die Wii existiert noch keine Bewegtbild-Applikation, und auch die Angebote auf der XBox oder der Playstation3 lassen sich an maximal zwei Händen abzählen. In diesem Vakuum bietet sich TV-Sendern die Chance, diese Plattformen für Deutschland zu entwickeln und zu formen.

Das White Paper entstand in Zusammenarbeit zwischen der SLM, dem Projektbüro HbbTV sowie dem Autor Bertram Gugel, freier Berater und Inhaber von gugelproductions.
Es steht hier zum kostenlosen Download  WhitePaper bereit.

Hintergrund Projektbüro HbbTV
Das Projektbüro HbbTV ist ein Kompetenzzentrum mit Sitz in Leipzig vor dem Hintergrund der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Projektleiter und Ansprechpartner ist Frank Scheibe. Weitere Personen und Organisationen werden je nach Themenfeld herangezogen. Die Aufgaben des Projektbüros umfassen die organisierte, aktive, engagierte Unterstützung und Hilfestellung für alle an HbbTV interessierten Unternehmen mit offenen Fragen in den Bereichen Technologie, Organisation, Kommunikation, Recht und Regulierung sowie die Vermittlung und Zusammenführung von Projektpartnern. Sie finden uns im Internet unter www.pb-hbbtv.de, bei XING, Twitter, Facebook oder in Leipzig.

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